OSIsoft Die Brücke von der Automatisierung zur IT

Die Transformation der Daten

Immer noch ist es eine Herausforderung, im Rahmen von Industrie 4.0 die Brücke von der Automatisierung zur IT zu schlagen. Wie es gelingen kann, zeigt OSIsoft mit speziell darauf zugeschnittenen Softwaresystemen.

Auf Basis der Analyse durch die IT-Systeme kann das Management Entscheidungen treffen, und die IT-Systeme können dann die Fertigungsprozesse in den Werken entsprechend steuern. »OSIsoft liefert die Datendrehscheibe für die Industrie 4.0. Auf Basis unseres Systems können die Kunden die Transformation in die Indstrie-4.0-Welt schaffen und die operative mit der IT-Ebene verbinden«, sagt Christoph Papenfuss, Regional Manager Central Europe von OSIsoft. Mit den Systemen von OSIsoft könnten die Firmen sehr schnell konkrete Ergebnisse erzielen und so den Begriff „Industrie 4.0“ mit Leben füllen. Die Systeme beschleunigen die Prozesse, steigern die Auslastung und senken damit die Kosten. Ganz nebenbei erhöht sich damit auch die Qualität, und vor allem: Neue Geschäftsmodelle können eingeführt werden. »Das Bewusstsein, dass Industrie 4.0 jetzt umgesetzt werden muss, ist bei den Firmen und auch bei unseren Stammkunden angekommen«, so Papenfuss.

Das sei im vergangenen Jahr noch nicht so der Fall gewesen, doch in diesem Jahr habe der Prozess merkbar eingesetzt. In den Firmen werden Industrie-4.0-Teams gegründet, »gerade auch bei unseren Stammkunden«.

Der Begriff „Stammkunde“ deutet es bereits an: OSIsoft beschäftigt sich schon lange mit den Themen, die heute in den Begriff „Industrie 4.0“ einfließen. Vor 35 Jahren gegründet, beschäftigt das amerikanische Unternehmen, das sich in Privatbesitz befindet, heute rund 1350 Mitarbeiter. Der Name der Firma leitet sich übrigens von Oil Systems Inc. (OSI) ab, denn das Unternehmen hatte sich zunächst auf die Entwicklung von Systemen für den Einsatz in Raffinerien konzentriert.

»Schon seit 35 Jahren konzentrierte OSIsoft sich darauf, wie die Daten von den Maschinen an die zuständigen Mitarbeiter gebracht und so aufbereitet werden können, dass die Mitarbeiter in ihren jeweiligen Funktionen etwas mit diesen Daten anfangen und damit arbeiten können«, erklärt Papenfuss. Dazu zählen die Werksleiter, die Mitarbeiter in den Leitwarten, die Qualitäts-Ingenieure und jetzt auch zunehmend die Big-Data-Abteilungen sowie die Energie- und Industrie-4.0-Manager. Dies realisieren zu können, war schon vor Jahrzehnten eine nicht geringe Herausforderung, denn in den Werken arbeiten unterschiedliche Maschinen mit unterschiedlichen Standards. In den Werken finden sich unterschiedliche Leitsysteme mit unterschiedlichen Sprachen, Dialekten und Kommunikationsprotokollen.

»Ein globales Schweizer Pharmazieunternehmen beispielsweise betreibt 80 Werke«, erklärt Papenfuss. »Es ist eine schwierige Aufgabe, all die Daten von den vielen Maschinen dieser Werke auf eine einheitliche Ebene zusammenzuführen, sie analysierbar und vergleichbar zu machen. Aber genau auf dieser Aufgabe liegt seit vielen Jahren der Fokus unserer Arbeit.«

Über 500 Schnittstellen verfügbar

 Die Voraussetzung dazu ist, alle Schnittstellen der Maschinentypen unterschiedlicher Hersteller, die über Jahrzehnte auf den Markt kamen, genau zu kennen. Da kommt laut Papenfuss die langjährige Erfahrung des Unternehmens ins Spiel: Inzwischen hat OSIsoft über 450 Schnittstellen in seiner Sammlung und kommt ohne Probleme mit ihnen zurecht. Die Schnittstellen-Software ist meist direkt an den Maschinen in den jeweiligen Maschinensteuerungen lokalisiert. Sie läuft auf jedem Industrie-PC.

Doch wird sich im Zuge von Industrie 4.0 nicht doch mit OPC UA ein einheitlicher Standard durchsetzen? Da lächelt Papenfuss nur: »Jeder spricht davon, keiner macht’s.« Deshalb arbeitet OSIsoft auch weiter eifrig daran, immer neue Schnittstellen zu integrieren. Das zählt zu einer der Hauptaufgaben der immerhin 400 Entwickler, die sich das Unternehmen leistet. Und all diese Schnittstellen genau zu kennen, das bleibe laut Papenfuss auch weiterhin ein wesentlicher Differenzierungsfaktor des Unternehmens.

Das ist laut Papenfuss auch ein Grund dafür, warum OSIsoft zum größten Teil Ingenieure beschäftigt: »Die Kunden sind Ingenieure, wir sind es auch.« So sprechen beide dieselbe Sprache. Das ist auch wichtig, denn die Komplexität ist enorm. Allein ein Werk kann 100.000 Signale liefern, OSIsoft kann ohne weiteres 10 Millionen Signale aus verschiedenen Werken eines Unternehmens einsammeln. »Allein unser größter deutscher Kunde hat 8 Millionen Messstellen, und die Daten müssen in Echtzeit verarbeitet werden. Das übernimmt das PI System, unsere zweite große Stärke«, freut sich Papenfuss.