Brocade / Deutsche Messe Interactive Deutsche Unternehmen haben bei Industrie 4.0 noch Bedenken

Warum betrachten manche Unternehmen Industrie 4.0 als noch nicht relevant?

Die meisten deutschen Industrie-Entscheider betrachten Industrie 4.0 als wichtig für ihr Unternehmen, sehen das Thema aber nicht als Aufgabe der Unternehmensleitung. Dies ist ein Ergebnis einer Studie von Brocade Communications Systems und der Deutsche Messe Interactive (DMI).

Für die Studie von Brocade und DMI wurden im Rahmen der Hannover Messe 100 Industrie-Entscheider befragt. Es ging dabei um die Einschätzungen von Industrie-Managern zum Thema Industrie 4.0 und inwieweit relevante Initiativen in ihren Unternehmen bereits eingeleitet oder sogar umgesetzt worden sind.

Die überwiegende Mehrheit der Befragten, 79 Prozent, schätzt das Thema Industrie 4.0 als wichtig für ihr Unternehmen ein. 56 Prozent dieser Gruppe planen, kurzfristig in den Aufbau der entsprechenden Kompetenzen zu investieren. Viele Unternehmen sehen hier vor allem das Thema IT-Sicherheit als besondere Herausforderung. Erstaunlicherweise definieren aber nur 12 Prozent Industrie 4.0 mit all seinen Herausforderungen und Chancen als ein Thema für die Führungsetage ihres Unternehmens. Die Produktions- und die IT-Abteilungen werden im Allgemeinen für die Umsetzung in der Verantwortung gesehen.

21 Prozent der befragten Entscheidungsträger gaben an, dass Industrie 4.0 noch nicht relevant sei, und immerhin 27 Prozent davon machten die teilweise unklare Definition des Begriffs dafür mitverantwortlich. »Genau diese noch unpräzise Begrifflichkeit führt zu großen Unsicherheiten bei der Umsetzung von Initiativen«, heißt es in der Studie.

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Industrie 4.0 in deutschen Unternehmen

100 Industriemanager ihre Einschätzungen zum Thema Industrie 4.0 abgegeben. Jetzt stehen die Ergebnisse der Studie fest.