Robotische Exoskelette Der Schlüssel zu Superkräften

Wer hätte nicht gerne Superkräfte, übermenschliche Stärke oder unerschöpfliche Ausdauer?
Wer hätte nicht gerne Superkräfte, übermenschliche Stärke oder unerschöpfliche Ausdauer?

Wer hätte nicht gerne Superkräfte, übermenschliche Stärke oder unerschöpfliche Ausdauer? Oder wie wäre es, wenn querschnittsgelähmte Menschen wieder gehen könnten? Was sich wie Science-Fiction anhört, ist bereits Realität.

Ermöglicht werden diese Fähigkeiten mit sogenannten „robotischen Exoskeletten“. Die typischerweise aus Metall oder anderen langlebigen Werkstoffen erzeugten, externen Gerüste werden an den menschlichen Körper angepasst und können ganz normal, wie unsere Extremitäten, bewegt werden. Der Unterschied: Ein robotisches Exoskelett führt diese Bewegungen mit größerer Stärke, Präzision und Geschwindigkeit aus.

Werfen wir einen Blick auf einige erzielbare Superkräfte:

Stärke

Mit Hilfe eines robotischen Exoskeletts kann ein Mensch Gegenstände mit einem Vielfachen seines eigenen Gewichtes hochheben. Vor allem bei Rettungs- und Bergungseinsätzen könnte sich das als nützlich erweisen, wenn beispielsweise unter Trümmern eingeschlossene Menschen einfacher befreit werden können. In den Händen gut ausgebildeter Einsatzkräfte kann ein robotisches Exoskelett durch seine Kombination aus Steuerbarkeit und Kraft wesentlich effizienter agieren als die üblichen schweren Maschinen.

Ausdauer

Robotische Exoskelette werden nicht müde – jedenfalls nicht so wie Menschen. Sie können dieselben Aufgaben über lange Zeiträume hindurch wiederholen. Außerdem werden damit Geräte für den Nutzer leicht wie eine Feder. Mit einem robotischen Exoskelett könnten Arbeiter mit schwereren Geräten arbeiten und das für längere Zeiträume.

Die Nutzung größerer Maschinen würde es erlauben, Aufgaben schneller durchzuführen, während sie durch die präzise Steuerung des Exoskeletts diese Aufgaben genauer ausführen könnten.

Außerdem lassen sich Exoskelette programmieren. Das heißt, man könnte sie für eine bestimmte Aufgabe trainieren und sie diese ganz übernehmen lassen. Der Mensch würde nur noch Aufsicht führen, damit alles glatt läuft. Eine weitere Möglichkeit wäre ein Arbeiter, der eine ganze Gruppe von Robotern überwacht und nur an entscheidenden Stellen, an denen seine Expertise gefragt ist, das Ruder übernimmt.

Geschwindigkeit

Auch die Geschwindigkeit, mit der ein robotisches Exoskelett arbeitet, muss nicht auf die des Menschen beschränkt sein. Hämmern, Schneiden oder andere sich wiederholende Tätigkeiten könnten erheblich beschleunigt werden.

Kompliziertere Bewegungsabläufe, einschließlich Laufen oder Klettern, erfordern jedoch mehr Erfahrung und Training. Bei manchen Bewegungen ist unser Gehirn möglicherweise nicht in der Lage, sie in solchen Geschwindigkeiten auszuführen. Mit entsprechendem Training könnten wir trotzdem bald schon superschnelle Athleten sehen, die alle Rekorde brechen.

Das Schöne an all diesen Superkräften ist, dass wir keine neuen Materialien (er-)finden müssen, um sie zu verwirklichen. Edelstahllegierungen reichen für viele Anwendungen vollkommen aus. In anderen Bereichen werden leichtere Materialien wie hochfester Kohlenstoffstahl, Kohlefaserstoffe, Chrom-Molybdän-Stahl, Aluminium und Titan genutzt.

Für alle Anwendungen, bei denen Stärke und Beständigkeit höchste Priorität haben, wird Stahl das bevorzugte Material bleiben. Chrom-Molybdän ist eine gute Wahl für den Einsatz in flexibleren und reaktionsschnelleren Bereichen, zu Lasten der Stärke. Tatsächlich werden wohl verschiedene Materialien in robotischen Exoskeletten zum Einsatz kommen, wie bei vielen komplexen Maschinen üblich.