Digitalisierung von Geschäftsprozessen Der Mittelstand muss raus aus dem Dornröschenschlaf!

Digitalisierung bei größeren Unternehmen weiter

Im Prozessbereich des Facility-Managements ist auffallend, dass bei zwei Dritteln der Teilnehmer eine Anbindung der Maschinen und Anlagen als Voraussetzung für das Condition-Monitoring bereits realisiert ist. Eine Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) findet kaum statt. Auch die Beanspruchung von Condition-Monitoring als Leistung des Lieferanten steht erst in den Anfängen, ebenso die Nutzung von Pay-per-Use-Modellen.

In der Ein- und Ausgangslogistik ist die Identifikation von Teilen und Erzeugnissen mit Barcode-Scannern schon weit vorangeschritten, aber RFID-Systeme für mannlose Buchungsvorgänge stehen noch ganz am Anfang. Ebenso gilt das für die Produktion, wo noch großes Ausbaupotenzial für die Nutzung der Kommunikation von Bauteilen mit Maschinen vorhanden ist. Im Marketing & Vertrieb mussten die Autoren der Studie feststellen, dass e-Commerce-Möglichkeiten noch zu wenig erschlossen sind. Auch Produktkonfiguratoren stehen noch am Anfang.

Maschinen- und Anlagenbau abgeschlagen

Betrachtet man den Fortschritt in der Digitalisierung nach Branchen, dann ist festzustellen, dass Ausrüster für elektrische und elektronische Baugruppen und Produkte mit einem Digitalisierungsgrad von knapp 2 ganz vorne liegen.

Der Wert 2 bedeutet aber nur, dass hier die Stufe 2 (in geringem Maße) von 4 Stufen (weitest durchgängig) erreicht wird. Abgeschlagen auf hinteren Rängen hingegen ist der Digitalisierungsgrad im Maschinen- und Anlagenbau mit einem Digitalisierungsgrad von nur 1,7. Im Detail liegt der Maschinenbau nur in den Geschäftsprozessen im Kundendienst vorne.

Digitalisierung bei größeren Unternehmen weiter

Nicht ganz unerwartet zeigte sich, dass der Digitalisierungsgrad bei größeren Unternehmen fortgeschrittener ist als bei kleineren Unternehmen. So liegt er bei Firmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern bei einem Wert von 2,31, bei Firmen mit weniger als 10 Mitarbeitern aber nur bei 1,44. Der Mittelwert liegt bei 1,82. Dennoch muss festgehalten werden, dass auch bei den größeren Firmen mit 2,31 der Digitalisierungsgrad noch viel zu gering ist.

Die vollständige Studie kann kostenfrei abgerufen werden unter digdok.bib.thm.de/volltexte/2018/5281.