Smart Communication von Peakboard Den Shopfloor intelligent vernetzen

Die All-in-One-Visualisierungslösung »Peakboard« ermöglicht Smart Communication auf dem Shopfloor.

Mit agiler Automatisierung und der Überwindung von Silodenken lässt sich nicht nur Industrie 4.0, sondern auch Kommunikation 4.0 erreichen, sodass allen Abteilungen und Projekten immer die für sie nötigen Informationen bereitstehen. Aber wie lässt sich dies konkret umsetzen?

Wer den Shopfloor seines Fertigungsunternehmens aus der Vogelperspektive betrachtet, sieht ein komplexes Kommunikationsnetz aus Arbeitsplätzen, Abteilungen und Projektgruppen. Jeder Prozess, jede Maschine, jeder Auftragseingang, jeder Sensor und mittlerweile auch jeder Mitarbeiter produziert ständig Daten und Wissen. Diese Kommunikation findet allerdings sehr verstreut und wenig effektiv statt, denn sie besteht aus parallel arbeitenden Systemen, Projekten und Plattformen – seien es abteilungs- oder projektspezifische Collaboration-Lösungen, Schwarze Bretter, Dashboards einzelner Maschinen oder das klassische Intranet.

Für die Shopfloor-Kommunikation bedeutet dies, dass viele Informationen häufig zu langsam, unvollständig oder auch gar nicht an den Orten auftauchen, an denen sie möglicherweise am dringendsten gebraucht werden. Dieses grundlegende Problem lässt sich vermeiden, wenn sich die Verantwortlichen im Unternehmen dem Thema Kommunikation zunächst strategisch widmen: Welcher Arbeitsplatz benötigt vor Ort welche Art der Information aus welcher Quelle, um möglichst effektiv arbeiten zu können? Mit einem Strategieansatz, den wir hier als „Smart Communication“ definieren, lässt sich diese Herausforderung erfolgreich bewältigen. Was das konkret bedeuten kann, wird mit folgenden zwei Beispielen deutlich, die typische Schwächen der Shopfloor-Kommunikation behandeln.

Beispiel 1: Vernetzung statt Isolation

Abteilungsübergreifender Informationsaustausch kann technisch betrachtet häufig nur eingeschränkt stattfinden. Denn die Informationslogiken sind je nach Abteilung und der dazugehörigen „Informationssphäre“ unterschiedlich und nicht aufeinander abgestimmt. Das wird dann besonders problematisch, wenn Prozesse abteilungsübergreifend funktionieren müssen:

Ein Ausfall einer Maschine an Produktionslinie A ist für sich genommen eine Rohinformation, die die Produktion, deren Planungsablauf und gegebenenfalls die personelle Auslastung betrifft. Doch auch für die Logistik ist dieses Ereignis von Relevanz. Relevant ist hier allerdings nicht die Tatsache, dass eine Maschine stillsteht und in der Produktion deshalb neue Aufgaben zu erledigen sind. Hier stellen sich vielmehr Anschlussfragen, die auf logistikspezifische Aufgaben abzielen: Können wir Ware, die mit dieser Maschine produziert werden sollte, fristgerecht liefern? Und wenn nein, wann wird dies möglich sein? Welche aktuellen Leerlaufzeiten und neue Kapazitätsplanungen ergeben sich dadurch zwischenzeitlich, und welche Engpässe sind dadurch zu berücksichtigen, wenn die Lieferung nachgeholt wird? Wird also einfach die Rohinformation „Maschinenausfall“ an die Intralogistik weitergegeben, bedeutet das letztendlich kommunikative Isolation.

Ein Smart-Communication-Ansatz wäre an dieser Stelle folgender: Aus dem Maschinenausfall in Informationskreislauf A, der Produktion, werden für Informationskreislauf B, die Logistik, automatisiert und in Echtzeit relevante Anschlussfragen definiert, wie sie oben im Text als Beispiele aufgezählt sind. An die Logistik werden daraufhin auf dieser Basis die relevanten Informationen kommuniziert und außerdem definiert, wie darauf zu reagieren ist. Aus Fehlermeldungen einer Maschine entstehen also spezifische Kennzahlen und konkrete Arbeitsaufträge für die Logistik.

Je komplexer eine solche Zusammenarbeit der verschiedenen Abteilungen ist, desto wichtiger wird es, dass an jede einzelne von ihnen relevante Anweisungen kommuniziert werden, die ihnen jeweils einen klaren Überblick und effektiveres Arbeiten ermöglichen. Das macht deutlich, was eigentlich banal klingt, in den Informationslogiken der meisten Unternehmen aber bisher nicht zum Tragen kommt: Die intelligente Kommunikation abteilungsübergreifender Prozesse und damit der höhere Erfolg der verschiedenen Bereiche eines Shopfloors stehen in untrennbarer Abhängigkeit voneinander.

Beispiel 2: Datenklasse statt Masse

Die große Menge von Informationen, die die verschiedenen Shopfloor-Elemente produzieren, bringt eine zweite entscheidende Herausforderung mit sich: Die Kommunikation für jede Instanz passgenau zu priorisieren, zu reduzieren und zu individualisieren. Das heißt, jedem Arbeitsplatz oder jeder einzelnen Person immer die gerade für sie wichtigste Information für den nächsten Prozessschritt vor Augen zu führen:

In einer großen Produktionshalle entstehen an verschiedenen Produktionslinien ständig Fehlermeldungen, die jeweils an der Maschine angezeigt werden. Das Problem ist, dass der Großteil der Fehler- oder Warnmeldungen für die meisten Werker relativ irrelevant ist. Und bei einer Anzahl von mehreren Linien jede Meldung mit allen Implikationen laufend im Blick zu haben ist nicht nur unübersichtlich, sondern auch überflüssig.

Smart Communication würde hier bedeuten, die Informationen aller Produktionslinien automatisiert einzusammeln, mit einer Filterlogik zu versehen und an einer Stelle gebündelt genau die Meldungen abzubilden, die für einen bestimmten Werker eine priorisierte Aufgabe bedeuten. Weder er noch andere Kollegen müssen dadurch irrelevante Informationen lesen oder Handlungen ausführen. Gleichzeitig laufen sie weniger Gefahr, Probleme zu übersehen oder Kennzahlen falsch zu interpretieren. Eine solche Logik zeichnet sich also dadurch aus, dass sie für einzelne Arbeitsplätze individuell Relevantes von Irrelevantem trennt und gleichzeitig priorisiert.