Identifizierung von Autos Blockchain für die Mobilität

Einfach im Vorbeifahren bezahlen, Mobilitätsdienste nach Bedarf nutzen und neue Services anbieten – dazu entwickelt die Mobility Open Blockchain Initiative (MOBI) ein Identifizierungssystem.

Die Mobility Open Blockchain Initiative (MOBI) entwickelt mit führenden Automobilherstellern wie BMW, Ford, GM, Groupe Renault und Honda ein Identifizierungssystem für Fahrzeuge (Vehicle Identity, VID) und führt dazu Tests (Proof of Concept) in den USA durch.

Das System ordnet einzelnen Autos Informationen zu Besitz und Service-Geschichte zu, so dass sie sich identifizieren lassen. Damit könnten automatisch Park- und Mautgebühren eingezogen werden, ohne dass die Fahrer umständlich mit Bargeld oder über Karten bezahlen müssen.

»Die Fahrzeuge vertrauenswürdig identifizieren zu können, erlaubt es, V2V- und V2X-Transaktionen abzuwickeln, die Fahrzeuge ins Energienetz einzubinden, neue Services auf Basis der aktuellen Nutzung einzuführen, Flotten zu betreiben und vieles mehr«, sagt Chris Ballinger, CEO von MOBI. Über Smart Contracts ließen sich sehr kleine Beträge direkt bezahlen ohne dass mehrere Parteien involviert sein müssen. Damit wäre die Grundlage geschaffen, um Mobilitätsdienste einfach bezahlen und Dienste wie »Mobility as  Service« anbieten zu können. »Der Vehicle Identity Standard wird solche auf der Blockchain basierende Mobilitätsdienste möglich machen«, erklärt Adre Luckow, Head of Distributed Ledger and Emerging Technologies von BMW. Zudem ermögliche es VID, Netzwerke aufzubauen, innerhalb derer die Fahrzeuge untereinander kommunizieren können, unter anderem, um die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen.

Die Blockchain lässt sich aber noch zu weit mehr nutzen, beispielsweise um Transparenz in komplexe Lieferketten zu bringen, etwa um Verfolgbarkeit zu gewährleisten, die Sicherheit zu erhöhen und die Effizienz zu steigern. So könnte beispielsweise sichergestellt werden, dass innerhalb der Lieferkette tatsächlich nur Originalteile verwendet werden. Derzeit testet BMW ein solches System im Werk in Spartanburg.

BMW will zudem auf die Blockchain-Technik setzen, um Manipulationen an Kilometerzählern beim Verkauf von Gebrauchtwagen zu verhindern und prüft, wie auf Basis der Blockchain nachgewiesen werden kann, dass Bodenschätze wie Kobalt aus unbedenklichen Quellen stammen.