Agrartechnik Bauern fordern 5G auf dem Land

Nachhaltiger auf dem Feld wirtschaften, präziser Düngemittel und Pflanzenschutzmittel ausbringen, Herden elektronisch managen,Gewächshäuser steuern – all das benötigt künftig 5G.
Nachhaltiger auf dem Feld wirtschaften, präziser Düngemittel und Pflanzenschutzmittel ausbringen, Herden elektronisch managen,Gewächshäuser steuern – all das benötigt künftig 5G.

Die Agrartechnik ist einer der Vorreiter von Indusrtie 4.0. Die Bauern fordern jetzt G5 »an jedem Milchtank«.

In vielen Ställen, auf Feldern und in landwirtschaftlichen Fahrzeugen hat die Digitaltechnik schon längst läuft Einzug gehalten und ist weiter auf dem Vormarsch – oder könnte es zumindest sein, wenn die Infrastruktur dafür aufgebaut wird, vor allem 5G. Genau dafür fordern die Bauern die technischen Voraussetzungen vor der Grünen Woche in Berlin ein.

Deshalb dringt der Bauernverband auf einen flächendeckenden Ausbau des schnellen Internets bis in die Dörfer. »Wir brauchen 5G an jedem Milchtank«, sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf den künftigen Mobilfunkstandard. »Dadurch können wir noch nachhaltiger auf dem Feld wirtschaften, präziser Düngemittel und Pflanzenschutzmittel ausbringen.« Auch in Ställen sei mehr Tierwohl möglich, wenn Herden elektronisch gemanagt werden und man Informationen zum Befinden einzelner Kühe bekomme.

Die stärkere Digitalisierung ist auch ein großes Thema der Agrarmesse Grüne Woche, die am kommenden Freitag (18. Januar) in Berlin beginnt. Im Frühjahr sollen Frequenzen für den deutlich schnelleren neuen Standard 5G versteigert werden. Die Vergaberegeln sehen vor, dass 98 Prozent aller Haushalte bis Ende 2022 damit versorgt werden sollen. Kritiker warnen aber, dass dies für eine vollständige Flächendeckung vor allem im ländlichen Raum nicht ausreiche.