14 Prozent Aufpreis Atos will Syntel für 3,4 Mrd. Dollar kaufen

Thierry Breton, CEO von Atos, auf den Atos Technology Days, wo er die neuste Version des Quantensimulators Atos Quantum Learning Machine (Atos QLM) vorstellte. Sie kann 41 QBits simulieren.
Thierry Breton, CEO von Atos, auf den Atos Technology Days, wo er die neuste Version des Quantensimulators Atos Quantum Learning Machine (Atos QLM) vorstellte. Sie kann 41 QBits simulieren.

Damit will das Unternehmen vor allem das USA-Geschäft stärken.

Die französische Atos will Syntel vor allem wegen ihrer Stärke im Bereich der Systeme für Anwendungen in der Cloud, Social Media, für Mobilgeräte, Analysen, IoT und in der Automatisierung übernehmen. Das Unternehmen rechnet damit, bis 2021 über Synergieeffekte 120 Mio. Dollar pro Jahr an Kosten sparen zu können. Die Synergieeffekte würden auch dazu führen, den Umsatz im selben Zeitraum um 250 Mio. Dollar ausbauen zu können. Rakesh Khanna, CEO von Syntel, wird Mitglied des Executive Committee von Atos.  Die Übernahme soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Der Übernahepreis liegt mit 41 Dollar pro Aktie um 14 Prozent über dem Durchschnittskurs der vergangenen 30 Handelstage. Thierry Breton, CEO von Atos, verspricht sich von der Übernahme, das Wachstum der eigene Business & Plattform Solutions Division beschleunigen und die Profitabilität erhöhen zu können. Die Techniken beider Unternehmen sowie ihre jeweiligen Portfolios seien weitgehend komplementär, Atos könnte über den Kauf seine Präsenz in Nordamerika erhöhen und die digitale Transformation weltweit beschleunigen.

Erfolgreiche Kooperation mit Siemens

Erst im März hatten Siemens und Atos ihre strategische Zusammenarbeit ausgebaut und das seit 2011 bestehende gemeinsame Innovations- und Investitionsprogramm um weiter 100 Mio. Euro auf 330 Mio. Euro aufgestockt, um die strategische IoT MindSphere-Kooperation zwischen Siemens und Atos und den gemeinsame Marktauftritt weiteren Schub zu geben.

Das gemeinsame Innovations- und Investitionsprogramm zielt auf die Verbesserung der digitalen Strategie von Siemens und Atos ab. Außerdem wollen beide Unternehmen damit die Entwicklung gemeinsamer Fähigkeiten auf den Gebieten Datenanalyse, Künstliche Intelligenz, fortschrittliche IoT- und Konnektivitätsdienstleistungen, Cybersicherheit und digitale Service-Technologien verbessern, um die Anwender bei der digitale Transformation mit durchgehenden IoT-Systemen Lösung zu unterstützen.

Seit Beginn der Partnerschaft im Jahr 2011 hätten beide Unternehmen ein gemeinsames Auftragsvolumen von 2,5 Milliarden Euro erzielt und damit alle Erwartungen deutlich übertroffen, hatte Siemens damals mitgeteilt.