Industrielle Messtechnik »Allianz Industrie 4.0« zeichnet Endress+Hauser aus

Der baden-württembergische Staatssekretär Peter Hofelich übergab Endress+Hauser die Auszeichnung als einer der »100 Orte für Industrie 4.0«.
Der baden-württembergische Staatssekretär Peter Hofelich übergab Endress+Hauser die Auszeichnung als einer der »100 Orte für Industrie 4.0«.

Eine neue Software von Endress+Hauser soll Kunden helfen, Industrie 4.0 in ihrem Unternehmensalltag umzusetzen. Dafür erhielt der Konzern nun die Auszeichnung als einer der »100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg«.

Die Auszeichnung wurde für die Software »Business Process Integration Component« verliehen. Sie organisiert die Übernahme, Erfassung, Speicherung und Visualisierung von Daten und übermittelt die verteilten Felddaten aus den Industrieanlagen anwendungs- und branchenübergreifend an eine nachgelagerte betriebswirtschaftliche Software wie zum Beispiel SAP ERP. So landen die Daten schnell und einfach dort, wo sie gebraucht werden. 

Software führt verteilte Daten zusammen 

Waren Daten aus unterschiedlichen Prozessen bisher auf ihre jeweiligen Automatisierungsinseln verteilt und mussten mühsam zusammentragen werden, verbindet die neue Software sie nun automatisch mit dem betrieblichen Informationssystem. 

Die Datenübernahme aus dem Feld erfolgt über den Kommunikationsstandard OPC UA. Beliebige Mess- und Zustandsdaten können von einem bereits existierenden OPC-UA-Server in die Integration Component eingebunden werden – unabhängig vom Hersteller. 

Sobald ein neues Gerät eingebunden wird, fragt die Endress+Hauser-Software dessen Daten zeit- und ereignisgesteuert ab und speichert sie in der Datenbank. Die Lösung fügt sich somit nahtlos in bestehende Systeme ein. 

Der Anlagenbetreiber hat die volle Transparenz über seine Produktionsabläufe und kann sie zeitnah steuern. Nachgelagerte Geschäftsprozesse können  durch diese Informationen optimiert und automatisiert werden. 

Ein weiterer Pluspunkt: die Software ist erweiterbar. Zusätzliche Funktionalitäten werden in Form von Anwendungserweiterungen, so genannten Plug-Ins, einfach ergänzt. 

Erste Praxiseinsätze erfolgreich gemeistert

In einem ersten Projekt kommt die Software nun für die Überwachung von Wasseranalysestationen eines großen Chemieparkbetreibers zum Einsatz. Das umfasst Messwerte, Limit-Überschreitungen und Füllstände der Probenbehälter: Über ein Web-Frontend ruft der Nutzer die Präsentations- und Visualisierungsebene mit seinen Übersichtsseiten („Dashboards“) auf. Neue Reports lassen sich einfach per Drag & Drop hinzufügen und in bestehende oder neue Dashboards einbinden. 
Alle Daten aus der Industrieanlage können per OPC UA abgerufen und automatisch gespeichert werden. Mit der Software kann der Betreiber der Anlage für die Daten bestimmte Regeln definieren. 

Ein Beispiel: Wird der Grenzwert einer Messung überschritten, werden die zuständigen Personen per E-Mail benachrichtigt und erhalten einen automatisch erzeugten Bericht zu den Daten. So kann im Bedarfsfall schnell auf Abweichungen reagiert werden. 

Auszeichnung und positives Feedback spornen an

Der Chemieparkbetreiber ist mit der Endress+Hauser Integration Component sehr zufrieden. Mögliche Störungen kann er damit bereits erkennen und beheben, bevor sie auftreten. Darüber freut sich Andreas Buchdunger, beim Informatikdienstleister Endress+Hauser InfoServe verantwortlich für die Integration von Geschäftsprozessen: „Am wichtigsten sind für uns zufriedene Kunden. Dass die Software nun auch von der Allianz Industrie 4.0 ausgezeichnet wird, ist eine tolle Bestätigung für unser Produkt.“