Elektrotechnikbranche in Hochstimmung ZVEI will mit Elektrifizierung und Energiewende wachsen

Dr. Klaus Mittelbach, ZVEI: »Wie die Klimastudie aus dem vergangenen Jahr gezeigt hat, kann die Energiewende in Deutschland erfolgreich gestaltet werden. Die bis 2050 gesetzten Ziele können wir volkswirtschaftlich und betriebswirtschaftlich zu erreichen.«
Dr. Klaus Mittelbach, ZVEI: »Wie die Klimastudie aus dem vergangenen Jahr gezeigt hat, kann die Energiewende in Deutschland erfolgreich gestaltet werden. Die bis 2050 gesetzten Ziele können wir volkswirtschaftlich und betriebswirtschaftlich erreichen.«

Ein Plus von 3 Prozent für 2018, abermaliges Rekordjahr 2017: Die Elektrotechnik ist laut ZVEI in einer starken Position wie nie. Doch es gibt auch ein paar Wehrmutstropfen.

Klimaschutz als Chance, die Energiewende auf gutem Weg: Der ZVEI strotzt zum hundertsten Geburtstag vor Selbstbewusstsein. Doch externe Faktoren und der Fachkräftemangel trüben das überwiegend positive Bild ein wenig.

Die Elektronikindustrie in Deutschland hat sich laut ZVEI 2017 ausgesprochen gut entwickelt und stürmt zu neuen Rekorden. »Während sich die Elektronikindustrie über die letzten Jahre eher verhalten entwickelt hat, sind wir 2017 dynamisch gewachsen und liegen jetzt sogar um 8 Mrd. Euro über dem Niveau von 2007«, sagt Dr. Andreas Gontermann, Chefvolkswirt des ZVEI, anlässlich der ZVEI-Jahresauftakt-Pressekonferenz.

Die Produktion wuchs um 4,6 Prozent gegenüber 2016, der Umsatz einschließlich Software und Dienstleistungen kletterte 2017 von Januar bis November um 11,5 Prozent auf 174 Mrd. Euro, was sogar um 8 Prozent über dem von 2007 liegt. Das Gesamtjahr kommt voraussichtlich auf 190 Mrd. Euro.

Für 2018 erwartet der ZVEI eine weitere Steigerung von 3 Prozent auf 196 Mrd. Euro. Im Einzelnen wuchsen die Automatisierungstechnik um 8 Prozent, die elektronischen Bauelemente ebenfalls um 8 Prozent, Gebrauchsgüter um 4,5 Prozent, die Energietechnik um 7,5 Prozent und die Medizintechnik um 2 Prozent. Die Arbeitsproduktivität kletterte jetzt sogar um 3 Prozent. Aufgrund der Gehaltsentwicklung sanken die Lohnstückkosten nur leicht ab. In Forschung und Entwicklung steckten die Unternehmen im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld als im Jahr zuvor.