Septemberzahlen der deutschen Elektroindustrie ZVEI: Auftragslage weiterhin robust

Im September dieses Jahres haben die Bestellungen in der deutschen Elektroindustrie ihren Vorjahresstand um 3 Prozent übertroffen. »Damit zeigt sich die Entwicklung der Auftragseingänge weiterhin robust«, kommentiert Dr. Andreas Gontermann, Chefvolkswirt beim ZVEI.

Während die Inlandsaufträge um knapp 1 Prozent zurückgegangen sind, haben die Auslandsorders um 6 Prozent zugelegt. Über den gesamten Zeitraum von Januar bis September 2011 lagen die Auftragseingänge 12 Prozent über ihrem Vorjahresniveau. Bei den Inlandsbestellungen betrug das Plus 17 und bei den Auslandsbestellungen 7 Prozent.

Der Umsatz in der Elektroindustrie – der mit 841.000 Beschäftigten zweitgrößten Industriebranche hierzulande – ist im September 2011 um 3 Prozent gegenüber Vorjahr gestiegen. Der Umsatz mit inländischen Kunden nahm um 6 Prozent zu, der mit ausländischen Kunden dagegen nur um ein halbes Prozent. Die (um Preiseffekte bereinigte) Produktion hat im September um 15 Prozent zugelegt. In den ersten neun Monaten 2011 ist der Branchenumsatz um 9 Prozent gegenüber Vorjahr gewachsen. Inlands- und Auslandsumsatz erhöhten sich dabei gleichermaßen um 9 Prozent. Der Output hat sein Vorjahreslevel zwischen Januar und September um 16 Prozent übertroffen.

»Zwar haben die Elektrounternehmen ihre Geschäftserwartungen für das nächste halbe Jahr auch im Oktober weiter nach unten revidiert«, sagt Dr. Gontermann, »aber die Einschätzung ihrer aktuellen wirtschaftlichen Lage hat sich gegenüber September indessen kaum verändert.« Neun von zehn Firmen bewerten ihre gegenwärtige Situation als (sehr) gut bzw. stabil. Insgesamt ist das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie – als Mittel aus Lagebeurteilung und Erwartungen – im Oktober zum sechsten Mal in Folge gesunken. Es befindet sich aber immer noch im expansiven Bereich. Mit 85 Prozent liegt die Kapazitätsauslastung in der Elektrobranche noch immer 2 Prozentpunkte oberhalb des langjährigen Mittels.