Neue SerDes-Generation von National Semiconductor Zero-Latency-Steuerkanal für Industrie-Videoapplikationen

Durch die neuen »Channel-Link III«-Chipsätze werden externe I2C-Steuer- und Taktkanäle überflüssig - die Verkabelungskosten sinken so um 50 Prozent.

National Semiconductor bietet jetzt eine Familie von »Channel-Link III«-Serializer/Deserializer-Bausteinen (SerDes) an, die erstmals in der Industrie über einen bidirektionalen Steuerkanal ohne Latenz verfügen.

Die neuen SerDes-Bausteine übertragen über eine einzige Twisted-Pair-Leitung Takt, schnelle Daten sowie langsame, bidirektionale I2C-Steuerungsbus-Signale. Dies führt zu einer deutlichen Platz- und Gewichtsersparnis und darüber hinaus werden die Kosten für industrielle Video-, Imaging- und Display-Anwendungen um bis zu 50 Prozent gesenkt.

Die neue Channel-Link-III-Familie besteht aus zwei Chipsätzen: Die Kombination aus DS92LX2121 (Serializer) und DS92LX2122 (Deserializer) eignet sich zum Ansteuern von Display-Applikationen mit 18 Bit Farbtiefe oder Datenverbindungen bis zu 1050 MBit/s. Dagegen ist der Chipsatz aus DS92LX1621 (Serializer) und DS92LX1622 (Deserializer) für 16-Bit-Daten und bis zu 800 MBit/s ausgelegt und damit für Kamerasysteme mit beengten Platzverhältnissen geeignet. Beide Chipsätze nutzen eine parallele LVCMOS-Schnittstelle (Low Voltage CMOS) und können mit 10 MHz bis 50 MHz Takt betrieben werden.

National erweitert zudem seine »Channel-Link II«-Familie durch zwei neue Chipsätze für Applikationen, die keinen bidirektionalen Steuerkanal erfordern. Der Chipsatz DS92LV0421/22 stellt außerdem eine unkomplizierte Upgrademöglichkeit vom Channel-Link-SerDes über die LVDS-Bridge-Funktion zur Verfügung. Sowohl die Channel-Link-III- als auch die Channel-Link-II-SerDes-Bausteine synchronisieren sich automatisch, d.h. ohne externen Referenztakt und ohne Trainingsmuster zu den vom FPGA oder ASIC kommenden Rohdaten, was einen unkomplizierten Einsatz nach dem »Plug&Go«-Prinzip ermöglicht. Zudem kommen die Bausteinfamilien - im Unterschied zu FPGAs - externe Signalaufbereitungsbausteine, rauscharme Stromversorgung, ESD-Schutzschaltungen oder spezielle Stromversorgungslagen auf der Leiterplatte aus.

Die SerDes-Bausteine verkraften elektrostatische Entladungen von mehr als 8 kV nach dem Human-Body-Modell und entsprechen zudem der ESD-Norm ISO 10605. Beide SerDes-Familien eignen sich für den Betrieb bei Temperaturen von -40 °C bis +85 °C und sind mit BIST-Diagnosefunktionen (Built-In Self Test) ausgestattet, um den einwandfreien Zustand der Verbindung validieren zu können.