Huawei-P30-Teardown Wo die ICs für Huawei-Smartphones herkommen

Huawei bezieht für seine Smartphones zwar nur relativ wenige Komponenten von US-Herstellern, dafür sind sie sehr hochwertig und dürften schwer auf die Schnelle zu ersetzen sein.

Insgesamt 15 Komponenten bezieht Huawei für das P30 aus den USA, die 16 Prozent der Kosten des Smartphones ausmachen.

Schnell gleichwertigen Ersatz zu finden, dürfte schwierig werden. 62 Prozent der Kosten des P30 entfallen auf Komponenten, die außerhalb von China hergestellt werden. Im P30 finden sich zwar nur 15 Bauelementen aus den USA, die machen aber mit fast 60 Dollar Wert einen Anteil von 16,3 Prozent aus. Zum Vergleich: Japan liefert 869 Teile, die auf einen Wertanteil von 23 Prozent kommen, Südkorea 562 Teile mit einem Wertanteil von 7,7 Prozent und Taiwan 83 Teile mit einem Wertanteil von 7,9 Prozent. China selber steuert 80 Teile bei, die auf 38,1 Prozent kommen. So stammen etwas das Display von BOE und der Applikationsprozessor von HiSilicon, der Chiptochter von Huawei.

Mit diesem Ergebnis zitiert Nikkei Asian Review die japanische Fomalhaut Techno Solutions, die unter anderem analysiert, welche Bauelemente in Smartphones stecken. Aus den USA liefern verschiedener Hersteller ICs, darunter Cirrus Logic, Micron, Qorvo, Skyworks und TI. Aber auch andere wichtige Komponenten kommen aus den USA. So steuert Corning das Glas für den Bildschirm bei.

Laut Fomalhaut Techno Solutions besteht ein P30 aus 1.631 Komponenten, die zusammen 363,83 Dollar kosten. In Dollar gerechnet kommen 38,1 Prozent aus China, 23 Prozent aus Japan, 16,3 Prozent aus den USA, 7,9 Prozent aus Taiwan und 7,7 Prozent aus Südkorea.

Wenn Huawei und vier weitere chinesische Hersteller von US-Firmen nicht mehr beliefert werden dürfen, würde dies nach Angaben des Japan Center for Economic Research bedeuten, dass in den USA, in China, Japan, Südkorea und Taiwan ein Fertigungsvolumen in Höhe von 103 Mrd. Dollar verloren ginge, 90 Prozent davon in China.