Globalpress Electronics Summit 2011 »Wir sind hier um zu gewinnen«

G. Billerbeck, President und CEO von Lattice Semiconductor auf dem Globalpress Electronics Summit 2011
G. Billerbeck, President und CEO von Lattice Semiconductor auf dem Globalpress Electronics Summit 2011

Das hat sich Darin G. Billerbeck, President und CEO von Lattice Semiconductor, zumindest zum Ziel gesetzt, und dazu soll Lattice Semiconductor weiterhin stärker als der PLD-Markt wachsen.

Billerbeck: »2010 war ein fantastisches Jahr für Lattice. Jetzt heißt es, das Momentum beizubehalten«, erklärt Billerbeck. Und mit Blick auf die mittlerweile sehr guten Finanzergebnisse, merkt er noch an, dass Lattice jetzt endlich wieder in der Situation ist, nicht immer nur über die Zahlen sprechen zu müssen, sondern jetzt wieder über die Produkte reden kann. Wobei es derzeit richtig Spaß machen würde, denn Lattice hat im letzten Jahr einen Nettogewinn (GAAP) von 57,1 Mio. Dollar erzielt und das bei einem Umsatz von 297,8 Mio. Dollar. Das Unternehmen hat keine Schulden, ganz im Gegenteil: Das Unternehmen hat knapp 250 Mio. Dollar Cash, zu dem Billerbeck anmerkt: »Dieses Geld ermöglicht uns einerseits, interessante Übernahmen/Merger auszuführen, andererseits hilft es auch, den nächsten Sturm zu überstehen.«

Der Markt mit programmierbarer Logik soll innerhalb der nächsten fünf Jahre im Schnitt um 6,5 Prozent wachsen. Das heißt für Lattice, dass das Wachstum größer als diese 6,5 Prozent ausfallen muss. Wie soll das funktionieren? Zum einen will Billerbeck die R&D-Strukturen verändern, denn das Unternehmen hätte zwar enormes Talent im Haus, aber die Produktentwicklung würde einfach zulange dauern, hier gilt es, die Abläufe zu beschleunigen. Darüber hinaus verfolgt Billerbeck auch weiterhin die Strategie, nicht direkt mit den zwei großen im Markt zu konkurrieren. »Wir werden in unseren bestehenden Märkten aggressiv expandieren und uns zusätzlich noch neue Möglichkeiten erschließen«, so Billerbeck. Das heißt, dass Lattice auch in Zukunft auf Low Power und niedrige Kosten setzt. Und dass diese Strategie funktioniert, zeigt sich daran, dass Lattice bereits heute dank seiner Low-Density-Produkte MACH XO2 und den Midrange-FPGAs LatticeECP3 seinen Marktanteil vergrößern kann. Und genau in die gleiche Richtung will Billerbeck die Dinge auch weiter vorantreiben, sprich auch in Zukunft auf Produkte setzen, die sich gegenüber konkurrierende Lösungen durch niedrigere Kosten und niedrigere Leistungsaufnahme auszeichnen.

Dementsprechend wird Lattice sich auch weiterhin nicht am Rennen um kleinste Strukturen beteiligen. Billerbeck ist auch der Überzeugung, dass es für Lattice nicht von Nachteil ist, dass das Unternehmen im Vergleich zu den beiden Konkurrenten Altera und xilinx auf deutlich ältere Prozesstechnologien setzt: »Microchip ist äußerst erfolgreich und das Unternehmen fertigt im Vergleich zu seinen Konkurrenten ebenfalls mit deutlich älteren Prozessgeometrien«, so Billerbeck. Darüber hinaus glaubt Billerbeck auch, dass es für Lattice derzeit keinen Vorteil bringt, ein FPGA mit ARM-Core auf den Markt zu bringen. Denn es gibt aus seiner Sicht derzeit eigentlich keine Anwendung, die solch einen Core erfordern würde.