Kommentar Von Smart Technologies zu Smart Politics

Heinz Arnold, Chefredakteur Energie&Technik
Heinz Arnold, Chefredakteur Energie&Technik

Für Sport, Gesundheit und Spiel: Körperbewegungen zu erfassen und per Funk an die Cloud wei­terzuleiten, das könnte eine neue Innovationswelle auslösen, und die Firmen könnten sich ganz neue Märkte erschließen.

Das Internet der Dinge wird den Bedarf nicht nur an Control­lern nach oben treiben. So werden künftig die Beleuchtungen im Haus und in Gebäuden vernetzt sein, die Kommunikation ge­schieht über Powerline oder über Funk.

Diese Kommunikationsformen finden auch im Haus, in Gebäuden und in der Industrie Einsatz. Dort leisten solche Systeme einen wichtigen Beitrag, um Energie zu sparen und Energie effizient einzusetzen.

Und schon sind wir bei dem Wort, dem auf der electronica in dieser Woche keiner entgehen konnte: »smart«. Alles wird smart: das Zuhause (Home), das Netz (Grid), der Zähler (Meter), die Ge­bäude (Building) und zum Schluss die Energie selber, Smart Energy – auch wenn ich mir, ehrlich gesagt, nicht so ganz vorstellen kann, was wirklich damit gemeint sein könnte.

Was bedeutet dies für die Halb­leiter? Um die vielen Dinge smart zu machen, geht es darum, unter­schiedliche Funktionen zu hoch­integrierten Systemen zu kombi­nieren, die neue Möglichkeiten der Steuerung eröffnen. Von der Maschinen-zu-Maschine-Kom­munikation über Gesundheits- und Überwachungssysteme bis hin zu Smart Home, Smart Buil­ding und Smart Grid.

Die Grundelemente sehen im­mer recht ähnlich aus: Mess- und Sensorsysteme, Signalpfad, Con-troller, Funkeinheit, Powerma­nagement und Funkeinheit. Wer ganz weit in die Zukunft blickt, der überlegt sogar schon, in vielen Fällen die Batterien durch Energy Harvester zu ersetzen.

Viele Unternehmen haben sich auf die neue smarte Welt einge­stellt und sich teils über Zukäufe die Techniken verschafft, die sie nicht im eigenen Hause hatten, die aber wichtig sind, um kom­plette integrierte Systeme anbie­ten zu können. Neue Partner­schaften und noch engere Koope­rationen mit den Kunden kommen hinzu.

Aus technischer Sicht sind vie­le Firmen gut für die smarte Welt gerüstet. Allerdings spielen für den Erfolg politische Entschei­dungen eine viel größere Rolle als früher. Das fängt bei der Wirt­schaftspolitik an und hört bei der Energiepolitik auf. Die Entwick­lung in vielen Marktsektoren – vor allem in den »smarten« Sekto­ren – ist viel mehr von den Politi­kern abhängig als früher. Hoffen wir also, dass wir künftig nicht nur von »Smart Technologies«, sondern auch von »Smart Politics« sprechen dürfen und können.