Cyberattacke gegen Foundry Virus stoppt Produktion von TSMC

Die Fab 14 von TSMC im Taiwan Science Park in Tainan
Die Fab 14 von TSMC im Taiwan Science Park in Tainan

Ein Virus hat die Fertigung von TSMC in zumindest einer Fab lahm gelegt. Betroffen ist die Produktion der neusten iPhone-Prozessoren auf der 7-nm-Ebene.

Der Angriff kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, denn TSMC fährt gerade die Produktion der neusten Prozessoren für das iPhone von Apple mit Hilfe eines 7-nm-Prozesse hoch und das umsatzträchtigste Quartal des Jahres steht bevor.

Das Virus hat offenbar die IT-Systeme mehrerer Fabs in unterschiedlichem Ausmaß infiziert, in mehreren Fabs wurde die Fertigung gestoppt. »Am Abend des 3. August wurde das Problem entdeckt, TSMC hat es eingrenzen können, hat bereits eine Lösung gefunden und die betroffenen Maschinen können wieder hochgefahren werden«, zitiert die Nikkei Asian Review eine Verlautbarung von TSMC. Bei einigen Fabs könnte das bis Sonntagnachmittag dauern. In einem Interview mit Bloomberg sagte CFO Lora Jo, dass TSMC schon des Öfteren Ziel von Virus-Attacken gewesen wäre, dies sei aber das erste Mal, dass eine solch Attacke sie konkrete Auswirkungen auf die Fertigung genommen haben. Am Montag würde TSMC Einzelheiten zu dem Fall bekannt geben.

Laut einer anonymen Quelle, die die Nikkei Asian Review zitiert,  sei das Problem in der Fab 12B bereits am vergangenen Freitag bemerkt wurde. Hier würden wesentliche Forschungs- und Entwicklungsarbeiten durchgeführt, hier lägen auch die grundlegenden Daten für die Fertigung mit Hilfe der neusten Prozesstechnologien.