Qualcomm Viertes Quartal besser als erwartet

Die Unternehmenszentrale von Qualcomm in San Diego
Die Unternehmenszentrale von Qualcomm in San Diego.

Qualcomm musste im vierten Quartal 2019 Federn lassen, schneidet aber besser ab als erwartet - obwohl der Umsatz mit Huawei wegbrach.

Der Umsatz von Qualcomm schrumpfte zwar im Jahresvergleich um 17 Prozent auf 4,8 Milliarden Dollar (GAAP), gegenüber dem dritten Quartal 2019 fiel er sogar um 50 Prozent, übertraf damit aber die Erwartungen der Analysten. Unterm Strich gab es einen Gewinn von 500 Mio. Dollar nach roten Zahlen in gleicher Höhe ein Jahr zuvor.

Im Gesamtjahr konnte Qualcomm den Umsatz um 7 Prozent auf 24,3 Mrd. Dollar steigern, der operative Gewinn erreichte 7,7 Mrd. Dollar (Vorjahr 600 Mio. Dollar).

Die Aktie legte im nachbörslichen US-Handel am Mittwoch zeitweise um mehr als sechs Prozent zu.

Qualcomm erwartet im ersten Quartal 2020 einen Umsatz zwischen 4,4 und 5,2 Mrd. Dollar – wobei Huawei nicht mehr als Kunde berücksichtigt ist, weil Qualcomm wegen des US-Banns nicht an das Unternehmen liefern darf. Außerdem läuft der Patentstreit mit Huawei weiter.

Die strategischen Prioritäten, die Qualcomm sich gesetzt hatte, habe das Unternehmen erfolgreich abgearbeitet, freut sich CEO Steve Mollenkopf zum Abschluss des Finanzjahres. Qualcomm befinde sich in einer guten Position, um von der Einführung von 5G, die im kommenden Jahr an Fahrt aufnehme, profitieren zu können. Qualcomm werde bis Ende September 2020 175 Mio. bis 225 Mio. 5G-Chips liefern.

Große Hoffnungen setzt er auf China. Dieses Jahr würden dort 130.000 5G-Basisstationen installiert, bis Ende 2025 würde ihre Zahl auf 1 Million steigen. Allerdings leidet Qualcomm unter dem Lieferbann. Huawei bezieht nun mehr ICs von der Tochter HiSilicon. Zudem gewinnt Huawei Marktanteile in China. Deshalb habe sich die Nachfrage aus China laut Mollenkopf etwas abgeschwächt.