ZTE in den roten Zahlen US-Lieferbann bringt Milliarden-Verlust in 2018

ZTE will sich mit allen Mitteln gegen den Verkaufsstopp wehren, den die US-Bhörden verhängt haben. Das Untenremen erwäge laut Berichten aus Asien aber auch den Verkauf der Smartphone-Einheit.
Über die vergangenen neun Monate ist der Umsatz von ZTE um 23 Prozent auf 58,7 Mrd. Yuan eingebrochen, allein im dritten Quartal sank er um 14 Prozent, der Nettogewinn stürzte um 65 Prozent ab.

ZTE hat von Januar bis September 2018 einen Verlust von rund 1 Mrd. Dollar (7,26 Mrd. Yuan) ausgewiesen.

Der Verlust ging zwar gemessen an dem Zeitraum von Januar bis Juli um 5 Mrd. Yuan zurück aber ZTE erwartet immer noch einen Verlust zwischen 6,2 und 7,2 Mrd. Yuan in diesem Jahr.

Nach dem Lieferbann der USA – US-Unternehmen durften keine Komponenten mehr an ZTE liefern – musste ZTE die Produktion von Geräten wie Telekommunikationsequipment und Smartphones von Mitte April bis für drei Monate einstellen: unersetzliche Halbleiter fehlten. Ab Mitte Juli, als die USA den Bann wieder aufhoben, konnte ZTE die Produktion wieder aufnehmen, doch einige wichtige Kunden hatten sich inzwischen Wettbewerbern zugewandt.

Über die vergangenen neun Monate ist der Umsatz um 23 Prozent auf 58,7 Mrd. Yuan eingebrochen, allein im dritten Quartal sank er um 14 Prozent, der Nettogewinn stürzte um 65 Prozent ab.

Doch Handelsbeschränkungen bleiben bestehen: Die USA und Australien haben wegen Sicherheitsbedenken ZTE sowie den Wettbewerber Huawei ausgeschlossen, sich am Aufbau von 5G-Netzen zu beteiligen.