Falls Exportbeschränkungen kommen US-Chip-Industrie sieht stürmischen Zeiten entgegen

Blick in den Reinraum einer Fab, in der Chips gefertigt werden.
Blick in den Reinraum einer Fab, in der Chips gefertigt werden.

Führende Vertreter der Halbleiterindustrie warnen davor, über Exportkontrollen die starke Position der US-Chipindustrie zu unterminieren. Die Aktienkurse betroffener Firmen fallen bereits.

So gaben die Aktien von KLA-Tencor und von Micron Technology um fast 10 Prozent nach. Besonders Exportbeschränkungen nach China könnten die amerikanische Halbleiterindustrie hart treffen und Arbeitsplätze in den USA kosten.  Er könne sich nicht vorstellen, dass das Weiße Haus die Chip- und Equipment-Industrie über Exportbeschränkungen daran hindern wolle, viel Geld über Expore zu verdienen. Dies sagte laut nikkei asian review Oreste Donzella, Senior Vice Preident und Chief Marketing Officer von KLA-Tencor auf der SEMICON Taiwan, einer Messe für die Hersteller von Maschinen für die Halbleiterfertigung. KLA-Tencor  ist einer der führenden herstreller von Maschinen für die Inspektion von Chips.

Bis Anfang 2018 hatten in-und ausländische Hersteller in China Equipment im Wert von 8 Mrd. Dollar gekauft. Laut der SEMI werde der Equipment-Markt in China 2020 schon 20 Mrd. Dollar erreichen und damit zum größten Markt weltweit aufsteigen.

Die SEMI, in der sich die Hersteller von Halbleiter-Equipment global organisiert haben, sowie die Semiconductor Industry Association in den USA versuchen derzeit zusammen mit Firmenvertretern daran, ihre Besorgnis gegenüber der US-Regierung zum Ausdruck zu bringen.  

Hinter den Exportbeschränkungen und den Zollschranken, die die US-Regierung aufrichten will, steht die Furcht, dass China die USA im Rahmen von »Made in China 2025« in einigen Technologiesektoren mit Hilfe unfairer Methoden überholen könnte.