Huawei US-Chip-Hersteller wollen doch liefern

Huawei steht in vielen westlichen Ländern wegen Sicherheitsbedenken unter Beschuss.
Die Exportbeschränkungen gegen Huawei ein wenig aufweichen: Einige US-Chiplieferanten betreiben in den USA eifrig Lobby-Arbeit.

Die amerikanischen Chip-Hersteller trifft der Lieferbann gegen Huawei hart und sie suchen die Regierung zu besänftigen.

Die US-Chipfirmen – allen voran Qualcomm und Intel – betreiben bereits Lobby-Arbeit, um den US-Bann etwas zu lockern. Das gleiche gilt für Google, die keine Updates der Android-Software mehr liefern darf. Erst kürzlich hatte Broadcom bekannt gegeben, wegen des Huawei-Banns mit Umsatzeinbußen in Höhe von 2 Mrd. Dollar zu rechnen.

Von den 70 Mrd. Dollar, die Huawei im vergangenen Jahr für den Einkauf von Komponenten ausgegeben hatte, gingen 11 Mrd. Dollar an US-Firmen.
 
Huawei war wegen Sicherheitsbedenken auf die Entity-List des US-Handelsministeriums gesetzt worden. Lieferungen für die Produktion von Smartphones beispielsweise seien aber nach Ansicht einiger US-Chiphersteller bei weitem nicht so sicherheitsrelevant wie für die 5G-Infrastruzkturausrüstung. »Technologien, die die nationale Sicherheit nicht gefährden, sollten weiterhin geliefert werden dürfen, diese Ansicht haben wir der Regierung vorgetragen«, mit diesen Worten zitiert Reuters Jimmy Goodrich, Vice President Global Policy der Semiconductor Industry Association (SIA).