TSMC weit vor Wettbewerbern Umsatz mit 7-nm-ICs explodiert

In der zweiten Hälfte 2019 wird der Umsatz von TSMC kräftig steigen – vor allem wegen Applikationsprozessoren für Smartphones in 7-nm-Technik. Die Zahlenangaben auf der y-Achse geben den Umsatz in Mrd. Dollar an.
In der zweiten Hälfte 2019 wird der Umsatz von TSMC kräftig steigen – vor allem wegen Applikationsprozessoren für Smartphones in 7-nm-Technik. Die Zahlenangaben auf der y-Achse geben den Umsatz in Mrd. Dollar an.

TSMC wird die Fertigung auf Basis von 7-nm-Prozessen bis Ende des Jahres weiter hochfahren – der Umsatz explodiert.

TSMC geht zwar davon aus, dass der Umsatz in diesem Jahr gegenüber 2019 insgesamt stabil bleibt. Allerdings werde er im zweiten Halbjahr um 32 Prozent in die Höhe springen. Das wäre dreimal so viel wie das Wachstum der IC-Hersteller im Durchschnitt in diesem Jahr, das die Analysten im neusten McClean Report von IC Insights auf 10 Prozent veranschlagen. Vor allem die Applikationsprozessoren für den Einsatz in Smartphones von Apple und Huawei würden das Wachstum für TSMC treiben.

In diesem Jahr werde TSMC mit ICs, die mit Hilfe von Prozesstechnologien unterhalb von 40 nm hergestellt werden, mehr als sieben Mal mehr Umsatz erzielen als GlobalFoundries, UMC und SMIC zusammen: 22,9 Mrd. Dollar von TSMC alleine stehen 3,2 Mrd. Dollar für die drei letztgenannten Firmen zusammen gegenüber.

SMIC war im vierten Quartal 2015 in die Fertigung auf Basis der 28-nm-Technik eingestiegen – drei Jahre nach TSMC. SMIC rechne laut IC Insight damit, dass die 14-nm-FinFET-Technik im vierten Quartal 2019 zu ersten nennenswerten Umsätzen führe, wiederum drei Jahre nach TSMC.  Die 12-nm-FinFET-Technik soll 2020 eingeführt werden.

2019 wird TSMC mit Prozessen unter 40 nm 66 Prozent des gesamten Umsatzes erzielen und alleine mit der 7-nm-Technik sogar auf 8,9 Mrd. Dollar kommen, nicht weniger als 26 Prozent des Gesamtumsatzes. Im vierten Quartal 2019 erreiche dieser Anteil dank Apple und Huawei sogar 33 Prozent.

TSMC kommt entgegen, dass die Anwender immer schneller auf neue Prozesstechniken übergehen. Deshalb hatte es noch acht Quartale gedauert, bis TSMC mit ICs auf Basis von 40- bis 45-nm-Prozessen einen Umsatzanteil von 20 Prozent erreichte. Für den 28-nm-Prozess schrumpfte diese Zeitspanne auf fünf Quartale, die 20-nm- und 14-nm-Prozesse schafften dies schon in jeweils drei Quartalen. Jetzt rechne TSMC sogar damit, dass der 5-nm-Prozess noch schneller auf den 20-Prozentanteil käme als der 7-nm-Prozess, der gerade hochgefahren wird. TSMC erwäge sogar, die Kapazitäten auszubauen, weil die Lieferzeiten länger würden und sogar Knappheit drohe.