TSMC Tiefpunkt des Zyklus durchschritten

Die Fab 14 von TSMC im Taiwan Science Park in Tainan
TSMC, hier die Fab 14 im Taiwan Science Park, rechnet ab Mitte des Jahres wieder mit steigenden Aufträgen.

Deutliche Einbrüche im ersten Quartal, doch optimistischer Ausblick: Das Schlimmste ist laut TSMC vorbei.

Um über 30 Prozent ist der Gewinn von TSMC gegenüber dem ersten Quartal 2018 auf knapp 2 Mrd. Dollar eingebrochen, der Umsatz ging um 11,5 Prozent auf 218,7 NT$ (7,1 Mrd. Dollar) zurück. Gegenüber dem vierten Quartal 2018 fiel der Rückgang noch drastischer aus: Der Gewinn fiel um 38,6 Prozent, der Umsatz um 24,5 Prozent.   

Im ersten Quartal trugen die ICs, die TSMC auf Basis von 7-nm-Prozessen gefertigt hat, 22 Prozent zum Gesamtumsatz in der IC-Fertigung bei, 10-nm-ICs zu 4 Prozent und 16-nm-ICs zu 16 Prozent. Die ICs, die mit Strukturen von über 16 nm gefertigt wurden, waren zu 42 Prozent beteiligt.

Für das folgende Quartal rechnet TSMC mit einem Umsatz zwischen 7,55 und 7,65 Mrd. Dollar, die Bruttomarge zwischen 43 und 45 Prozent, die Operative Marge zwischen 31 und 33 Prozent. Das entspräche einem Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr um 3 Prozent.

Die globale wirtschaftliche Entwicklung habe auf die Nachfrage in den Endmärkten gedrückt, erklärte Lora Ho, Senior Vice President und CFO von TSMC. »Es sieht aber so aus, als ob wir den Tiefpunkt dieses Zyklus jetzt durchschritten hätten, denn die Nachfrage stabilisiert sich.« Auch die Lagerbestände bei den Kunden würden sich bis Mitte des Jahres deutlich reduziert haben. Ab Mitte des Jahres würden dann auch der Bedarf aus Endmärkten wie Smartphones, Computer und 5G-Netezwerkausrüstung anziehen.

Der Produktionsausfall aufgrund eines nicht funktionsfähigen Fotoresists habe den Umsatz im ersten Quartal laut TSMC um 3,5 Prozent reduziert.

Wie C.C. Wie, CEO von TSMC erklärte, würden einige Kunden von TSMC kräftig Marktanteil gewonnen, darunter Huawei, deren IC-Tochter Hisilicon Chips für Smartphones, Netzwerkausrüstung, und Server entwickelt. Dies kompensiert anscheinend die rückläufigen Aufträge von Apple, dem größten Kunden von TSMC.

China legt kräftig zu

Insgesamt ist der Umsatz mit Unternehmen aus China für TSMC von 7 Prozent 2014 auf 17 Prozent im vergangenen Jahr gestiegen. Die Asian Nikkei Review zitiert einen Analysten von Bernstein Research, der damit rechnet, dass der Anteil des Geschäftes mit Hisilicon von TSMC von unter 10 Prozent auf in diesem Jahr 12 Prozent steigen könnte. Apple war 2018 auf einen Anteil von 22 Prozent gekommen.  Geholfen haben könnte TSMC auch der Ausstieg von Globalfoundries aus dem Geschäft mit den Chips, die mit Hilfe der ersten Prozesstechnologien gefertigt werden.