Übernahme STMicroelectronics holt sich Picoprojektor-Technologie ins Haus

STMicroelectronics hat nach einer Gemeinschaftsentwicklungs-Initiative mit dem israelischen Start-up bTendo dessen IP und einen Großteil der Belegschaft übernommen. Damit dürfte der DLP-Technik von Texas Instruments (TI) in Zukunft ein härterer Wind im Smartphone-Markt entgegenwehen.

Dass Smartphones mit Projektoren ausgestattet werden, um Bilder vom Handy an die Wand zu projizieren, ist nicht neu: Samsung hatte bereits 2010 sein erstes Smartphone mit eingebautem Beamer auf den Markt gebracht, jetzt folgte das neue Samsung Galaxy Beam mit TIs DLP-Technik.

Die Marktprognosen für Picoprojektoren von Pacific Media Associates sehen auch durchaus attraktiv aus. So geht das Marktforschungs-Unternehmen davon aus, dass der Markt für Picoprojektoren bis 2015 auf 58 Mio. Stück anwachsen wird, während 2011 etwa 3 Mio. Einheiten abgesetzt wurden. Das entspräche einer durchschnittlichen jährlichen Zuwachsrate von über 80 Prozent.

Und an diesem Wachstum will ST partizipieren und sich als wichtiger Player im Markt der Video-Sharing-Techniken für Smartphones und andere portable Consumer-Geräte positionieren - deshalb die Übernahme von bTendo.

Während der bereits erwähnten Entwicklungs-Initiative der beiden Unternehmen wurden die Scanning Laser Projection Engine von bTendo mit der MEMS-, Videoverarbeitungs- und Halbleiterprozesstechnologie von ST kombiniert. Herauskamen Evaluierungsmuster, die sich aufgrund ihrer kleinen Abmessungen – das Modulvolumen liegt unter 1,7 cm³ und ist weniger als 5 mm hoch - und ihrer geringen Leistungsaufnahme ideal für die Integration in Smartphones, Digitalkameras und Laptops der nächsten Generation eignen.