John Croteau verlässt Macom Stephen G. Daly wird neuer CEO

John Croteau, CEO von Macom: »Zusammen mit ST und Epi-Wafer-Spezialist IQE bauen wir die eine Lieferkette in der Größe auf, die erforderlich ist, um GaN-on-Si-Transistoren in den Preisberfeich zu bringen, die es ihnen erlauben, die LDMOS-Transistoren abzulösen, die Anforderungen der neuen 5G-Systeme zu erfüllen und neue Märkte rund um die RF-Energy-Technik  zu erobern.«
John Croteau ist vom Posten des CEO von Macom zurückgetreten.

Stephen G. Daly ist zum neuen President und CEO von Macom berufen worden. John Croteau ist mit Wirkung zum 15. Mai 2019 zurückgetreten.

John Croteau hatte das Amt des CEO im Dezember 2012 übernommen und Macom durch zahlreiche Übernahmen neu ausgerichtet. Heute deckt die Firma das gesamte Frequenzspektrum von RF bis zum Licht ab. John Croteau wird über die nächsten zwei Monate beratend zur Verfügung stehen, um den reibungslosen Übergang zu ermöglichen.

Für Stephen G. Daly ist Macom alles andere als unbekannt. Er gehörte sei März 2015 dem Aufsichtsrat von Macom an. Auch das industrielle Umfeld ist ihm vertraut: Er war bis 2013 über fast zehn Jahre Chairman, President und CEO von Hittite Microwave gewesen. Während seiner 17 Jahre bei Hittite hatte er das Unternehmen 2005 an die Börse. Sein Nachfolger als CEO von Hittite war Rick D. Hess. 2014 übernahm Analog Devices das Unternehmen für 2 Mrd. Dollar.

Der Wandel von Macom, der unter John Croteaus Ägide stattfand, ist vor allem über erfolgreiche Zukäufe geschehen. Auf dem Gebiet der optischen Komponenten sind vor allem die Übernahmen von FiBest und AMCC (Applied Micro) zu erwähnen. Über FiBest hat Macom die Präsenz in 100-, 200- und 400-GBit/s-Netzen ausgebaut. AMCC war führend im Bereich der Single-Lambda-PAM4-Technik für optische Verbindungen mit Übertragungsraten von 100 GBit/s bis 400 GBit/s. Mit Laser-Spezialist BinOptics hatte sich Macom zudem Zugang zur Erzeugung des Laserlichts verschafft. Mit dem Kauf von SiGe-Spezialist Mindspeed für 272 Mio. Dollar verstärkte das Unternehmen seine Position im Markt für 100-GBit/s-Netzwerke, den es schon mit den optischen Produkten anvisiert.

Zu einer der strategisch wichtigsten Übernahmen zählte der Kauf von Nitronix im Jahr 2014 für 26 Mio. Dollar. Das Unternehmen hatte GaN-auf-Silizium-Technik entwickelt, und bot auf deren Basis sowohl diskrete Komponenten als auch MIMICs (Monolithic Integrated Microwave ICs) an. »GaN-auf-Silizium wird eine Revolution auslösen«, freute sich John Croteau damals.