IMS-Research-Studie zum Smartcard-Markt bis 2016 Smartcard-ICs: Infineon bleibt 2010 vorn

Infineon hat 2010 bei Smartcard-ICs seine dominierende Position behauptet. Rang 2 teilen sich IMS Research zufolge Samsung und NXP. Die jährlichen Stückzahlen erhöhen sich zwischen 2010 und 2016 von 6,5 auf 11,3 Mrd. Chips, die Umsätze klettern von 2,1 auf 3,2 Mrd. Dollar.

27 Prozent Umsatzanteil am Weltmarkt für Smartcard-ICs bedeuten 2010 klar Rang 1 für den Münchner Halbleiterspezialisten. Platz 2 teilen sich mit jeweils 21 Prozent NXP und Samsung, knapp dahinter liegt mit 18 Prozent STMicroelectronics. Zu diesen vier Herstellern weist Renesas mit nur 8 Prozent einen deutlichen Abstand auf. Insgesamt entfallen damit 95 Prozent des Smartcard-IC-Kuchens auf die Top 5, für den Rest bleiben 2010 kümmerliche 5 Prozent.

Untersucht man die einzelnen Applikationen, so entfällt 2010 der Löwenanteil auf die SIM-Karten: Bei den Units sind es 64 Prozent (4,2 von 6,5 Mrd. Units), beim Umsatz aber nur 44 Prozent (0,93 von 2,1 Mrd. Dollar). Zwar legen die Stückzahlen für SIM-Karten bis 2016 um 50 Prozent von 4,2 auf 6,3 Mrd. ICs zu, doch weil der Gesamtmarkt um 74 Prozent wächst, sinkt der Anteil der SIM-Karten von 64 auf nurmehr 55 Prozent. Nach Umsätzen reduziert sich der Anteil gar noch deutlicher, 1053 Mio. Dollar entsprechen 2016 bei Gesamtumsätzen von 3,2 Mrd. Dollar nur noch 33 Prozent. Während die Umsätze mit SIM-Karten nur leicht steigen (von 931 auf 1053 Mio. Dolar), ist der IMS-Studie zufolge das Segment Payment&Banking 2016 der wichtigste Umsatzträger: 1105 Mio. Dollar setzt die Branche demnach hier um, was gegenüber 2010 (474 Mio. Dollar) einer Steigerung von 133 Prozent entspricht. Bei den Stückzahlen prognostizieren die IMS-Analysten gar fast eine Verdreifachung von 1,05 auf 2,97 Mrd. Smartcard-Chips. An Bedeutung legen auch ICs für Gesundheit&E-Government zu, hier klettern die Stückzahlen im Prognosezeitraum von 350 auf 800 Mio. Einheiten, die Umsätze von 246 auf 414 Mio. Dollar.