Top-Manager in Davos Skeptischere Einschätzung als 2018

In der Umfrage im Vorfeld des Wirtschaftsforums in Davos hat PwC die Top-Manager befragt. 30 Prozent glauben, dass die Wirtschaft über die kommenden 12 Monate zurückgeht. Im vergangen Jahr waren es lediglich 2 Prozent gewesen.
In der Umfrage im Vorfeld des Wirtschaftsforums in Davos hat PwC die Top-Manager befragt. 30 Prozent glauben, dass die Wirtschaft über die kommenden 12 Monate zurückgeht. Im vergangen Jahr waren es lediglich 2 Prozent gewesen.

Top-Manager schätzen die weltweite Wirtschaftsentwicklung vorsichtig ein. Ein Rückgang hätte auf die IC-Industrie erhebliche Auswirkungen.

Dass die Weltwirtschaft nichtmehr so rund läuft wir in den Jahren zuvor, zeigen verschiedene Indizien. Eine Umfrage, deren Ergebnisse die Beratungsgesellschaft PwC am Montag vor der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos vorgestellt hat, zeigt, dass nur 38 Prozent der deutschen Manager daran glauben, dass die Weltwirtschaft stärker als im Vorjahr wächst, ein Rückgang um 23 Prozentpunkte gegenüber der Umfrage von 2018. Hingegen rechnen nun 29 Prozent der deutschen Wirtschaftslenker – und damit deutlich mehr als vor Jahresfrist (2 Prozent) – mit einem Rückgang.

International ist die Tendenz dieselbe, wenn auch nicht so extrem. Dabei hatten sich die globalen Führungskräfte (rund 1.300 wurden befragt) vor einem Jahr noch so zuversichtlich wie nie gezeigt.

Das ist für die Halbleiterindustrie besonders interessant, hat doch gerade erst IC Insights festgestellt, dass die Entwicklung des IC-Marktes stärker mit der weltwirtschaftlichen Entwicklung korreliert denn je.

»Handelskonflikte, insbesondere zwischen den beiden größten Volkswirtschaften USA und China, die Angst vor einem Brexit-Chaos – das sind Unsicherheiten, die sich auf die Entwicklung der Weltwirtschaft niederschlagen«, sagte Ulrich Störk, Sprecher der Geschäftsführung von PwC Deutschland. »Das spiegelt sich in der Beurteilung der Top-Manager wider.«

Hierzulande drückt auch die Suche nach Fachkräften auf die Stimmung. Das ist ein Grund, warum deutsche Führungskräfte die Entwicklung des eigenen Unternehmens deutlich pessimistischer einschätzen. So zeigt sich nur jeder fünfte Unternehmenschef sehr zuversichtlich, dass seine Firma im kommenden Jahr wächst – vor einem Jahr war es noch jeder dritte. Mit Blick auf die kommenden drei Jahre erwarten 18 Prozent der Befragten ein Wachstum, nur noch halb so viel wie vor einem Jahr (35 Prozent).

»Trotz aller Unsicherheiten sollten deutsche Firmenlenker jetzt nicht auf die Investitionsbremse drücken, sondern vielmehr gezielt investieren, um bei der digitalen Transformation weiter voranzukommen«, sagt Störk. PwC verwies darauf, dass Deutschland international als einer der größten Wachstumstreiber gesehen werde, nur noch die USA und China würden als wichtiger beurteilt.