Luxtera und STMicroelectronics Silicon-Photonics in großen Stückzahlen

STMicroelectronics und Luxtera haben ein neues Abkommen unterzeichnet. Das Ziel: IP und Know-how von Luxtera auf dem Silicon-Photonics-Sektor auf einen Prozess zu übertragen, den ST in seiner 300-mm-Fertigungsstätte im französischen Crolles entwickeln wird.

Die Entwicklung des optimierten Silicon-Photonics-Prozesses wird im Technologiezentrum von ST in Crolles (Frankreich) erfolgen. Die von ST neu entwickelte Silicon-Photonics-Plattform auf 300-mm-Basis soll folgende Vorteile bieten:

  • hohe Performance durch die Skalierbarkeit kostengünstiger Transceiver für Datenraten von 100 GBit/s, 400 GBit/s und mehr.
  • hohe Dichte dank der Interconnect-Strukturen und sehr geringe Verlustleistung.
  • Interoperabilität durch Unterstützung für Wellenlängen von 1.310 nm, 1.490 nm und 1.550 nm.

ST erhält im Zuge dieser Kooperation die Berechtigung zur Nutzung der Silicon-Photonics-Technologie von Luxtera, die im neuen Photonics-Prozess von ST und dessen künftigen Generationen zum Einsatz kommen wird. Luxtera kann im Gegenzug die Lieferkette von ST nutzen, um den Stückzahl- und Qualitätserwartungen seines wachsenden Markts gerecht zu werden.

»Der Silicon-Photonics-Technik wird durch die kommerzielle Massen-Verfügbarkeit einer klassenbesten IP-Plattform der Weg in das Zentrum wichtiger Technologien geebnet, zu denen optische Netzwerke, ultraschnelle Computerprozessoren und andere Anwendungen gehören«, sagt Flavio Benetti, General Manager der Mixed Process Division bei STMicroelectronics. Und Greg Young, Präsident und CEO von Luxtera, kommentiert: »Luxtera sieht eine umfangreiche Marktchance für Silicon Photonics, die nach einer erweiterten Lieferkette und fortlaufender technologischer Weiterentwicklung verlangt. Wir können unseren Kunden jetzt eine fähige, für große Stückzahlen gerüstete Lieferquelle bieten und außerdem eine offensiv ausgerichtete langfristige Technologie-Roadmap für Photonics-Prozesse vorweisen. Dies wird nicht nur unsere Basistechnologie voranbringen, sondern auch die Integration optischer Transceiver mit SoCs auf der Basis fortschrittlicher CMOS-Prozesse ermöglichen, um Photonics-bestückte SoCs für große Systeme zu realisieren. ST wiederum kann seinen Kunden jetzt das weltweit führende Opto-IP offerieren, denn beide Unternehmen bauen das Silicon-Photonics-Ökosystem weiter aus.«