Erst Intel, dann TSMC und jetzt Samsung Samsung steigt bei ASML ein

Noch nicht einmal zwei Monate ist es her, seitdem ASML sein »Customer Co-Investment Program« rund um die Entwicklungen zur EUV-Technologie und der 450-mm-Wafer-Fertigung aufgelegt hat. Zuerst sprang Intel auf den Zug, dann folgte TSMC und jetzt ist Samsung nachgezogen.

Als TSMC nach Intel Anfang August bei ASML eingestiegen ist, hatten wir uns schon gefragt, wann Samsung wohl nachzieht. Jetzt kommt die Vollzugsmeldung: Samsung Electronics hat sich ebenfalls dem Customer Co-Investment Program angeschlossen. Im Rahmen dessen zahlt das koreanische Unternehmen innerhalb der nächsten fünf Jahre 276 Mio. Euro in die Forschungs- und Entwicklungsprogramme von ASML. Samsung übernimmt außerdem 3 Prozent der Aktien von ASML für 503 Mio. Euro.

Damit hat Samsung seine Möglichkeiten nicht voll ausgeschöpft. ASML hatte nämlich bei der Vorstellung des Programms erklärt, dass maximal 25 Prozent der Aktien an Kunden verkauft werden. Nach dem Einstieg von Intel und TSMC waren noch 5 Prozent übrig. 3 Prozent davon gehen jetzt an Samsung, bleiben also noch 2 Prozent übrig. Folgt noch ein weiterer Partner, beispielsweise Globalfoundries?

Wohl eher nicht, denn ASML erklärt ganz klar, dass nach dem Deal mit Samsung das selbst gesetzte Ziel erreicht worden wäre, dass Partner sich mit rund 1,4 Mrd. Euro an den F&E-Aktivitäten zum Thema EUV und 450 mm Wafer beteiligen. Damit sei das Programm jetzt abgeschlossen.

TSMC wiederum übernimmt für 838 Mio. Euro 5 Prozent der Aktien von ASML. Intel steigt mit 1,7 Mrd. Euro ein und kauft 10 Prozent der ASML-Aktien. Zusätzlich zahlt die Foundry innerhalb der nächsten fünf Jahre noch 276 Mio. Euro in die Forschungs- und Entwicklungsprogramme von ASML. Und Intel will innerhalb der nächsten zwei Jahre noch zusätzlich 829 Mio. Euro in die F&E-Programme von ASML zu stecken. In der Summe hat ASML sich jetzt Finanzierungsmittel in Höhe von rund 4,4 Mrd. Euro gesichert – ob solch ein Finanzierungsmodell auch bei anderen Equipment-Herstellern funktioniert, ist allerdings fraglich.