IHS Markit: 2. Quartal 2019 Samsung nähert sich Intel – trotz Speicher

Auftragseingangsrekord im Rohde-&-Schwarz-Geschäftsjahr 2016/2017
Auftragseingangsrekord im Rohde-&-Schwarz-Geschäftsjahr 2016/2017

Im zweiten Quartal konnte Samsung einen sequentiellen Umsatzzuwachs erzielen und damit die Lücke zwischen sich und der Nummer 1 im Markt, Intel, verkleinern. Samsung steht damit im deutlichen Kontrast zum gesamten Speichermarkt.

Intel hält laut IHS Markit mit dem zweiten Quartal seine Marktführende Position bereits zum dritten Mal in Folge und das trotz einem 2,1-prozentigen Umsatzrückgang von 15,788 Mrd. Dollar im ersten Quartal auf 15,449 Mrd. Dollar im zweiten Quartal. Samsung wiederum steigerte seinen Umsatz von 12,171 (Q1) auf 12,972 Mrd. Dollar (Q2), was einem sequentiellen Umsatzzuwachs von 6,6 Prozent entspricht. Ron Ellwanger, Senior Analyst, Halbleiterfertigung bei IHS Markit, kommentiert: »Trotz der Tatsache, dass der Speichermarkt weiterhin damit zu kämpfen hat, dass die Preise sinken, die Nachfrage schwach ist und immer noch zu hohe Lagerbestände bestehen, konnte Samsung im zweiten Quartal einige Wachstumschancen für seine Speicherprodukte finden. Samsung sieht aufgrund der starken Nachfrage nach seinen hochdichten Produkten aus dem Mobil- und Storage-Bereich eine gewisse Erholung bei den NAND- und DRAM-Speichern. Der NAND-Markt profitiert insbesondere von der höheren Akzeptanz von SSDs in Rechenzentren und von der Einführung neuer Smartphones mit größeren Speichern.«

Mit diesem Ergebnis steht Samsung allerdings im starken Kontrast zum restlichen Speichermarkt, denn laut IHS Markit ist der weltweite Speicherumsatz im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich zurückgegangen: Der DRAM-Umsatz sank um 33 Prozent, der NAND-Umsatz um 35 Prozent. Im sequentiellen Vergleich schauen die Zahlen allerdings deutlich besser aus: laut IHS Markit ist der DRAM-Umsatz sequentiell um 4 Prozent gestiegen, der NAND-Umsatz um nur 5 Prozent gefallen.

Intels wiederum hatte laut IHS Markit zwar Probleme bei Datenzentren, dafür lief das IoT-Geschäft gut. Das Umsatzwachstum von Intel im Bereich IoT basiert vor allem auf dem Verkauf von Produkten wie Industrie-PCs, die mit den Mikroprozessoren des Unternehmens ausgestattet sind. Geht es um Rechenzentren, da sah die Nachfrage der Cloud Service Provider (CSPs) eher schwach aus, denn die CSPs bauen derzeit erst einmal ihre Bestände an Server- und Speicher-Array-Produkten ab. Darüber hinaus ist Intel auch in seinem Kerngeschäft mit Mikroprozessoren einem zunehmenden Wettbewerb ausgesetzt, vorwiegend durch den Hauptkonkurrenten AMD, aber auch durch Wettbewerber aus der ARM-Liga.