Globalpress Electronics Summit 2011 Quicklogic: »Wir sind kein FPGA-Unternehmen«

Mittlerweile ist Andy Pease President und CEO von Quicklogic, und in dieser Position betont er, dass QuickLogic kein FPGA-Hersteller ist, sondern ein CSSP-Hersteller.

Damit besteht zumindest nicht die Gefahr, dass QuickLogic immer als der kleinste FPGA-Hersteller klassifiziert wird. Unter dem Begriff »CSSPs« sind kundenspezifische Standardprodukte, die in Applikationen wie Tablets, Smartbooks, Netbooks, Cloudbooks, Smartphones, DataCards und mobile Enterprise-Produkte wandern – alles Produkte, die drahtlos kommunizieren. Dass Pease seine Halbleiter als CSSPs bezeichnet, liegt daran, dass QuickLogic auf Basis seiner Logik-Fabric ASSPs (Application Specific Standard Products) entwickelt, die von den QuickLogic-Kunden dank der Programmierbarkeit verändert werden, wodurch sie eben zu kundenspezifischen Lösungen werden. Die CSSPs sind also eine Kombination aus Silizium, so genannten Proven System Blocks (PSBs), kundenspezifischer Logik, Software-Treibern und Firmware. Zu den PSBs gehören beispielsweise Funktionsblöcke wie eine Visual Enhancement Engine (VEE), ein Display Power Optimizer (DPO), SDHD/eMMC Host Controllers, USB 2.0 On-The-Go mit PHY etc.

Derzeit setzt QuickLogic hauptsächlich auf zwei Plattform-Familien: ArcticLink und PolarPro. Mit diesen Plattformen und der Ausrichtung auf drahtlose Kommunikation glaubt Pease, dass QuickLogic deutlich wachsen kann. »Die prognostizierten 92 Prozent CAGR für den mobilen Datenverkehr wird vorwiegend durch High-Definition-Videos getrieben. Und wir haben die richtigen Technologien, die den OEMs entscheidende Vorteile bringen können.« Dazu zählt er beispielsweise den Systemblock »DPO«, was für Display Power Optimizer steht, und mit dem der Leistungsverbrauch von Displays in mobilen Geräten deutlich verringern lässt. »Damit lässt sich die Batterielaufzeit um bis zu 40 Prozent erhöhen«, so Pease. Ebenfalls dazu gehört die VEE - Visual Enhancement Engine. Pease: »Mit dieser Technologie lässt sich die Qualität des Displays deutlich verbessern, sprich das Nutzererlebnis wird erhöht, denn das Display lässt sich sogar dann ablesen, wenn man in der prallen Sonne steht.«