Semiconductor Industry Association (SIA) Prognose wird erfüllt

Auch wenn der weltweite Halbleiterumsatz vom Mai 2010 im Vergleich zum Mai 2009 »nur« noch um 47,6 Prozent gewachsen ist – im April lag dieser Vergleichswert noch bei 50,4 Prozent – bestätigen die Mai-Zahlen des WSTS (Umsatz: 24,7 Mrd. Dollar, sequentielles Wachstum von 4,5 Prozent) aus der Sicht von George Scalise, President von SIA, die SIA-Prognose für das Gesamtjahr.

Der weltweite Halbleiterumsatz im Mai entspricht den SIA-Erwartungen. Dementsprechend fühlt sich Scalise durch die Zahlen bestätigt und bekräftigt seine Jahresprognose nochmals: 2010 wächst der weltweite Halbleiterumsatz gegenüber dem Vorjahr um 28,4 Prozent auf 290,5 Mrd. Dollar.

Der Halbleiterumsatz wird vor allem von der starken Nachfrage nach PCs, Mobiltelefonen, Unternehmens-IT, industrielle Anwendungen und Automobile getragen. Scalise erklärt, dass er davon ausgeht, dass beispielsweise die verkauften PCs in diesem Jahr stückzahlmäßig um 20 Prozent steigen werden, die Mobiltelefone wiederum sollten um 10 bis 20 Prozent über dem Niveau des letzten Jahres liegen.

Besonders in den Schwellenländern China und Indien ist die Nachfrage nach diesen zwei Produktgruppen enorm. Scalise weiter: »Aber selbst der Automotive-Markt erholt sich langsam und das nach einigen Jahren relativ schwacher Umsätze.« Die starke Nachfrage nach Unternehmens-IT führt er auf die Tatsache zurück, dass während der Weltwirtschaftskrise in vielen Unternehmen der Austausch von altem Equipment erst einmal nach hinten geschoben wurde und dementsprechend jetzt die Zeit gekommen ist, hier entsprechende Aktivitäten nachzuholen.

Scalise merkt außerdem noch an, dass die Wachstumsraten im Jahresvergleich - aber auch die sequentiellen Wachstumsraten - im zweiten Halbjahr wahrscheinlich geringer ausfallen werden als das momentan noch der Fall ist. »Die derzeitigen Halbleiterumsätze basieren sicherlich auf einer robusten Nachfrage. Aber die Wachstumsraten auf Jahresbasis zeigen dennoch auch die sehr schlechten Marktbedingungen in der ersten Hälfte 2009. Dementsprechend werden im weiteren Verlauf dieses Jahres die Wachstumsraten auf Jahresbasis ebenfalls widerspiegeln, dass sich die Industrie bereits in der zweiten Hälfte letzten Jahres langsam wieder gefangen hat«, so Scalise weiter.

»Wachsende Probleme wie Staatsverschuldung, ein sich verschlechterndes Konsumklima und der Druck auf Regierungen, ihre Ausgaben zu kürzen, haben bislang noch keinen Einfluss auf den weltweiten Halbleitermarkt. Aber aufgrund der höheren Sensibilität des Halbleitermarktes gegenüber makroökonomischen Bedingungen sollten die Entwicklungen in der zweiten Hälfte dieses Jahres sehr genau beobachtet werden«, so Scalise abschließend.