Flash-Speicher Preisverfall drückt Umsätze

Der Preisverfall bei Flash-Speichern ist in diesem Jahr höher als erwartet, was zu sinkenden Umsätzen führt. Doch im nächsten Jahr soll es wieder aufwärts gehen. Für die Zukunft des NOR-Flash sieht es hingegen weniger gut aus.

Weil der Preisverfall für NAND-Speicher 2012 höher als erwartet ausgefallen ist, sinken einer aktuellen IHS-iSuppli-Studie zufolge die weltweit mit Flash-Speicher (NAND und NOR) erzielten Umsätze gegenüber 2011 um 4,7 Prozent von 25,5 auf 24,3 Mrd. Dollar.

Doch diese Entwicklung scheint eine Ausnahme zu sein. 2013 erwartet IHS-Analyst Michael Yang wieder ein kräftiges Wachstum von 11,4 Prozent auf 27 Mrd. Dollar. Grund dafür ist der steigende Bedarf bei den mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets. Für deren immer stärker werdende Leistung, werde immer mehr Flash-Speicher benötigt.

Dieser Aufwärtstrend werde sich in den Folgejahren bis 2016, dem Ende des Prognosezeiraums, mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 5,3 Prozent fortsetzen, sodass die Hersteller von Flashspeicher 2016 33,3 Mrd. Dollar Umsatz für sich verbuchen könnten. Die Nachfrage nach NAND-Speicher erhöht sich, weil die Anwender verstärkt Daten auf Smartphones und anderen mobilen Geräten ablegen.

Freuen dürfen sich vor allem die NAND-Spezialisten wie Samsung und Toshiba: 2012 entfallen voraussichtlich 20,8 Mrd. Dollar auf NAND-Speicher. Die Nachfrage für NOR-Chips hingegen ist weiter rückläufig, die Umsätze fallen laut Studie auf nurmehr 3,5 Mrd Dollar, weil bei Smartphones – dem bis vor kurzem wichtigsten Einsatzgebiet von NOR - mittlerweile NAND-ICs die Fähigkeiten von NOR-Speicher emulieren. 2011 beliefen sich die Umsätze mir NOR-Speicher noch auf knapp 4 Mrd. Dollar.