Strategische Vereinbarung am Speichermarkt Powerchip-DRAMs gehen an Elpida

Elpida nutzt die Gunst der Stunde und baut seine Stellung am DRAM-Markt weiter aus: Das Unternehmen wird alle gängigen PC-DRAMs, die der angeschlagene Hersteller Powerchip produziert, übernehmen und unter eigenem Markennamen verkaufen. Das zumindest sieht eine vorläufige Vereinbarung der beiden Halbleiterfirmen vor.

Damit sichert sich der japanische Speicherhersteller weitere wichtige DRAM-Fertigungskapazitäten, ohne hohe Geldsummen in ein neues Werk investieren zu müssen. Bereits in der Vergangenheit hatte Elpida mit Powerchip ein weitreichendes Fertigungsabkommen vereinbart, das nun auf quasi alle DRAMs für den PC-Markt erweitert wird: Sobald die endgültige Vereinbarung getroffen ist, wird Elpida also auch den Teil der Speicherchips übernehmen, den Powerchip bisher als Eigenmarke am Markt angeboten hat.

Für Elpida hat das den Vorteil, dass das Unternehmen in seiner Hiroshima-Fabrik Fertigungskapazitäten hin zu Mobile DRAMs verschieben kann, die derzeit stark nachgefragt werden. Durch den Boom von Tablet-PCs, in denen diese Strom sparenden Chips vorzugsweise zum Einsatz kommen, wird die Nachfrage nach Mobile DRAMs nach Ansicht der Marktkenner weiter steigen. Weil die Auslastung zu Lasten der PC-DRAMs geht, können die zusätzlichen Powerchip-Kapazitäten durchaus von Vorteil für Elpida sein, auch wenn dem DRAM-Markt insgesamt eher schwere Zeiten vorhergesagt werden.