DRAM-Preise Minus 50% für Server-DRAMs 2019

DRAM-Preise 2019
Die DRAM-Preise werden 2019 laut DRAMeXchange voraussichtlich deutlich fallen, in den ersten zwei Quartalen um 20 bzw. 10 Prozent.

Die Preise für Server-DRAMs fallen laut DRAMeXchange im ersten Quartal um 20 Prozent.

Damit korrigieren die Analysten die eigene Prognose noch einmal nach unten. Zuvor hatten sie mit einem Minus von 15 Prozent gerechnet. Große Lagerbestände, saisonale Effekte und die aus den Spannungen zwischen den USA und China resultierenden Unsicherheiten haben die Analysten dazu bewogen, jetzt einen Preisrückgang um 20 Prozent für das erste Quartal zu prognostizieren, wahrscheinlich läge er noch darüber. Im zweiten Quartal prognostizieren sie ein Minus von über 10 Prozent. Im dritten und vierten Quartal verringere sich der Preisverfall dann auf 8 bzw. 5 Prozent.  

Wie Mark Liu, Senior Analyst von DRAMeXchange, erklärt, haben die führenden Betreiber von Datenzentren in den USA Bestände auf Lager angesammelt, die den Bedarf über fünf bis sechs Wochen decken könnten. Die Lagerbestände der OEMs lägen bei vier Wochen. Gegenüber der ursprünglichen Pläne der Hersteller hätten sich die Lagerbestände verdoppelt.

Die DRAM-Hersteller werden in diesem Jahr wegen der trüberen Aussichten die Produktionskapazitäten nicht ausbauen und auch die Einführung neuer Prozesstechniken nicht forcieren.

Ab dem zweiten Quartal sollte sich der Preisverfall deshalb verlangsamen, so dass am Ende des Jahres ein Minus von 50 Prozent stehen werde.