Atmel Mikrocontroller mit LF-RFID-Reader in einem Gehäuse

ATA5505 von Atmel
ATA5505 von Atmel

Atmel hat mit dem ATA5505 eine neue Komponente auf den Markt gebracht, das eine Kombination aus AVR-Mikrocontroller und LF-RFID-Reader-Block darstellt.

Neben diesen Funktionsblöcken sind noch 16 KByte ISP-Flash integriert und das Ganze in einem 5 mm x 7 mm kleinen QFN-Gehäuse. Der ATA5505 arbeitet im LF-Bereich von 100 – 150 kHz und eignet sich für alle Arten von ASK-RFID-Readern und Programmiergeräten für Anwendungen in den Bereichen Zugangskontrolle, Industrieautomation und Tieridentifikation.

Mithilfe des ATA5505 kann ein kompletter Reader auf einfachste Weise mit nur wenigen externen Bauelementen und einer Antennenspule aufgebaut werden; teure diskrete Bauelemente (z.B. Quarze), wie sie bei Zwei-Chip-RFID-Lösungen der Konkurrenz benötigt werden, sind nicht erforderlich. Dank der Integration fällt auch der benötigte Leiterplattenplatz kleiner aus. Neben kompletten Readern können Kunden daher auch sehr kleine und preiswerte gedruckte Referenz-Leiterplatten für verschiedene Reader-Typen entwickeln und herstellen.

Der AVR-Mikrocontroller verfügt über 512 Byte SRAM, 512 Byte EEPROM, 16 General-Purpose-I/Os, 32 Arbeitsregister, einen 8-Bit-Timer/Counter mit Compare-Modi, einen 8-Bit-High-Speed-Timer/Counter, eine universelle serielle Schnittstelle (USI), einen LIN-Controller, interne und externe Interrupts, einen 10-Bit-A/D-Wandler mit elf Kanälen sowie einen programmierbaren Watchdog-Timer mit internem Oszillator und drei, per Software einstellbaren Stromspar-Betriebsarten. Nachdem die MCU selbst komplexe Instruktionen in einem einzigen Taktzyklus ausführen kann, kommt sie auf eine Rechenleistung von annähernd 1MIPS pro MHz, wobei Stromverbrauch und Verarbeitungsgeschwindigkeit aufeinander abgeglichen sind.

Muster des neuen ATA5505 im QFN38-Gehäuse (5mm x 7mm) sind ab sofort verfügbar. Ein Demo-Kit (ATA5505-EK1) in USB-Form ist ebenfalls erhältlich, um die Funktionsweise des Bauelementes zu demonstrieren. Gerber-Layout-Daten sind auf Anfrage erhältlich. Kunden können auch ihren eigenen Code unter Verwendung der Standard-Tools (z.B. AVR Studio) entwickeln. Durch Hinzufügen eines WinAVR-Plug-Ins entsteht eine komplette Design-Umgebung, einschließlich Compiler, Programmier- und Debugger-Software.