Sinkende Speicherpreise Micron meldet Verlust in Höhe von 97 Millionen Dollar

Sinkende Durchschnittspreise und eine geringere Nachfrage bei Speichern wie DRAM und NAND-Flash haben dem US-amerikanischen Memory-Hersteller Micron Technology im abgelaufenen Quartal bei Umsätzen in Höhe von 2,9 Milliarden Dollar einen Verlust in Höhe von 97 Millionen Dollar beschert.

Im 4. Quartal 2015 erzielte Micron dagegen noch einen Gewinn in Höhe von 206 Millionen Dollar, im Vergleichsquartal des Vorjahres stand gar ein Gewinn in Höhe von 934 Millionen Dollar zu Buche. Der Umsatz ist binnen eines Quartals um 12 Prozent von 3,35 auf 2,9 Mrd. Dollar gesunken, gegenüber dem Vorjahresquartal sind es sogar 30 Prozent.

Microns CEO Mark Durcan begründet die gesunkene Nachfrage mit der "anhaltenden Schwäche im PC-Markt, saisonalen Aspekten und dem nicht zeitgerechten Einführen neuer Produkte in bestimmten Marktsegmenten". In Kürze werde man aber neue Produkte offerieren, wozu auch DDR4-RAM in 20-nm-Technologie, Low-Power-DDR4 und 3D-NAND-Flash zählen.

Bei DRAM musste man sowohl beim Durchschnittspreis als auch bei den Stückzahlen im Vergleich mit dem Vorquartal einen Rückgang von 10 Prozent hinnehmen. Die Units bei NAND-Flash brachen dagegen nur um 6 Prozent ein, dafür war hier der Preisverfall mit 15 Prozent deutlich höher als bei DRAM. Mit einem derartigen Druck auf die Preise in den zurückliegenden Monaten habe die Micron-Chefetage nicht gerechnet. Es werde "ein wenig Zeit" in Anspruch nehmen, bis man wieder in die Erfolgsspur zurückkehren werde. Spätestens im zweiten Halbjahr und danach werde eine effizientere Fertigung die Kosten senken, zudem wird dank neuer Produkte eine Steigerung der Units erwartet. Bei DRAM rechnet Durcan allerdings auch 2017 mit einem weiteren Rückgang, Umsatzbringer werde somit 3D-NAND-Flash sein.