Applied Materials/Tokyo Electron Merger geplatzt

Im September 2013 hatten Applied Materials und Tokyo Electron - beide Hersteller von Equipment für die Halbleiterfertigung – ihren Merger angekündigt. Im Juli 2014 hieß es, dass das neue Unternehmen Eteris heißen soll, jetzt wird gar nichts draus.

Applied Materials und Tokyo Electron gaben heute bekannt, dass sie ihren geplanten Merger fallen lassen. Die Entscheidung wurde gefällt, nachdem das Justizministerium der Vereinigten Staaten den beiden Parteien erklärt hatte, dass auch der verbesserte Vorschlag bezüglich des Mergers nicht ausreichend sei, um die kartellrechtlichen Bedenken, die diverse Regulierungsbehörden bezüglich des Mergers hatten, auszuräumen.

Die Bedenken sind durchaus berechtigt, denn beide Unternehmen zählen zu den ganz Großen der Equipment-Industrie: Applied Materials ist der Platzhirsch, dann kommt ASML und dann schon Tokyo Electron. Durch den Merger wäre ein Unternehmen entstanden, das rund 25 Prozent des gesamten Equipment-Marktes – Front- und Backend- auf sich verbuchen kann. Wird nur der Frontend-Bereich betrachtet hätte das neue Unternehmen sogar ein Drittel des Marktes gehalten.