KI-Chip-Spezialist Syntiant Kooperation mit Qualcomm

Blockschaltbild des NDP102 von Syntiant.
Blockschaltbild des NDP102 von Syntiant.

Ab sofort lassen sich die KI-Chips auf Basis neuronaler Netze von Syntiant schnell in die Bluetooth-Audio-Plattformen von Qualcomm integrieren.

»Weil wir dem Extension-Programm von Qualcomm beigetreten sind, können wir unsere Neural Decision Prozessoren in Edge-Geräte wie Ohrhörer bringen, um die Steuerung über Kommandos wie „ein“, „aus“, „Lautstärke hoch“, „Lautstärke runter“ durchzuführen, ohne zuvor auf einen Knopf drücken zu müssen – und das bei der niedrigen Leistungsaufnahme, die batteriebetriebene Geräte erfordern«, erklärt Kurt Busch, CEO von Syntiant.

Denn über die KI-Chips vom Typ NPD100 von Syntiant können die Geräte die Sprachbefehle verstehen, ohne dass dazu die Verbindung zur Cloud erforderlich wäre. Im Rahmen des Qualcomm Extension Programms lassen sie sich mit den Low-Power-Bluetooth-SoCs wie dem QCC5100 von Qualcomm kombinieren, um den Systemen die Fähigkeit zu verleihen, auf Sprachbefehle ohne Verzögerungen zu reagieren, ohne sie zuerst einschalten zu müssen (»always on«).

Die NPD100- und NPD-101-Chips von Syntiant können bis zu 63 Sprachbefehle verstehen und nehmen dabei weniger als 140 µW auf – während sie durchgehend auf die Worte hören, die das System aufwecken. Laut Syntiant sind sie gegenüber typischen Low-Power-MCU-basierten Systemen um den Faktor 200 effizienter und erreichen einen um den Faktor 20 höheren Durchsatz. Die NPDs von Syntiant arbeiten bereits in unterschiedlichen Edge-Geräten wie Ohrhörern, Laptops, Lautsprechern und Smartphones. Das Unternehmen wurde 2017 mit dem Ziel gegründet, auf neuronalen Netzen basierende ICs zu entwickeln, um KI und Maschine Learning in Edge-Geräte zu bringen.