Freescale Semiconductor Kinetis-MCUs mit Cortex-M7

Roadmap für die Kinetis K-Serie
Roadmap für die Kinetis K-Serie

Freescale war einer der Partner, die mit ARM zusammen den Cortex-M7 entwickelten. Nachdem Atmel und STMicroelectronics bereits Cortex-M7-Controller vorgestellt haben, folgt jetzt Freescale mit der Ankündigung seiner Kinetis-KV5x-MCU-Familie.

Mit der Kinetis-V-Serie adressiert Freescale Anwendungen in der Motorsteuerung und der digitalen Leistungswandlung. Die bisherigen Familien innerhalb der V-Serie basieren auf den Prozessorkernen Cortex-M0+ (KV1x) und dem Cortex-M4 (KV3x und KV4x). Mit den neuen KV5x-MCUs stehen ab sofort auch Controller auf Basis des Cortex-M7 zur Verfügung, mit denen das Unternehmen auf das High-End in diesen Applikationssegmenten abzielt. Damit reicht die skalierbare Kinetis-V-Serie vom Cortex-M0+-Controller mit 75 MHz bis hin zum Cortex-M7-Controller mit 220 MHz. Danny Basler, Microcontrollers Product Group von Freescale Semiconductor: »Die neue Familie basiert aber nicht nur auf einem neuen Core, sondern zeichnet sich im Vergleich zum bestehenden Portfolio auch durch größere Speicher und mehr Kommunikations- und Connectivity-Möglichkeiten aus.«

Freescale hat neben dem Daten- (8 KB) und Instruction-Cache (16 KB) noch 512 KB/1 MB Flash, 128/256 KB SRAM und Boot-Flash integriert. An Kommunikationsschnittstellen sind zwei I2C-, drei SPI-Interfaces, sechs UARTs, ein Ethernet-MAC (IEEE 1588) sowie drei FlexCAN-Module integriert. An Analogfunktionen stehen vier 12-bit-A/D-Wandler (acht Kanäle, 5 MS/s), ein 16-bit-SAR-A/D-Wandler, ein 12-bit-D/A-Wandler und vier Analogkomparatoren zur Verfügung. Freescale hat die Controller mit diversen Timern (zwei eFlex­PWM-Module, vier FlexTimer, zwei programmierbare Delay-Blöcke, Low-Power-Timer, einen Quadratur-Encoder) ausgestattet. An Sicherheitsfunktionen stehen ein Kryptographie-Beschleuniger (MMCAU: Memory-Mapped Cryptgraphic Acceleration Unit), ein Zufallszahlengenerator und eine CRC-Block (32 bit) zur Verfügung. An Systemfunktionen sind Watchdog-Timer, DMA-Controller (32 Kanäle), Inter-Module-Crossbar und eine System-MPU zur Verfügung. Die Spannungsversorgung ist mit 1,71 bis 3,6 V spezifiziert; wie die Verbrauchswerte aussehen, wurde noch nicht bekanntgegeben. Basler kündigt außerdem noch die allgemeine Verfügbarkeit der bereits im letzten Jahr angekündigten Kinetis Motor Suite an, mit der Entwickler von Motorsteuerungen ihre Entwicklungskosten und die Time to Market deutlich verkürzen können, aber auch Nicht-Experten problemlos eine Motorsteuerung realisieren können. Außerdem erweitert das Unternehmen seine Kinetis L-Serie, die auf dem Cortex-M0+-Core basiert. Neu hinzukommen die KL27- und KL17-Familien. Die neuen Controller zeichnen sich laut Basler durch eine sogenannte USB-Keep-Alive-Funktion aus, die einen USB-Betrieb auch im Stop-Modus ermöglicht. Außerdem sind Software-Upgrades dank des ROM-Bootloaders problemlos möglich. Basler: »Wir gehen davon aus, dass unsere neuen Kinetis-KL17/27-MCUs hochgradig energieeffizient sind und eine sehr niedrige Leistungsaufnahme aufweisen. Simulationen haben gezeigt, dass wir mit den neuen Controllern sogar konkurrierende Mikrocontroller aus dem 8- und 16-bit-Segment deutlich übertreffen können.«

Freescale Semiconductor auf der embedded world 2015: Halle 4A, Stand 220