Micron kauft FWDNXT KI-Entwicklungsplattform für Speichersysteme

Der Firmensitz von Micron in Boise, Idaho
Der Firmensitz von Micron in Boise, Idaho

Deep Learning möchte Micron auf Speichersysteme anwenden, die auf KI-Workloads optimiert sind, und übernimmt deshalb FWDNXT.

Das »Forward next« ausgesprochene Unternehmen hat Hardware- und Software-Tools für Deep-Learning-Anwendungen entwickelt. In der Kombination mit den eigenen Speichern will Micron Deep-Learning-Systeme entwickeln, die für die Datenanalyse erforderlich sind, insbesondere in den Bereichen IoT- und Edge-Computing. Ziel ist es, Computer, Speicher, Tools und Software in eine umfassende KI-Entwicklungsplattform zu integrieren. Diese Plattform wiederum soll die wichtigsten Bausteine für die Erforschung von Speichersystemen erlauben, die für KI-Workloads optimiert sind.

 »FWDNXT ist eine Architektur, die entwickelt wurde, um mithilfe eines benutzerfreundlichen Software-Frameworks mit umfassender Modellierungsunterstützung und Flexibilität schnell marktreife KI-Lösungen zu erstellen«, sagte Sumit Sadana, Executive Vice President und Chief Business Officer von Micron.

Die KI-Inferenz-Engine von FWDNXT unterstützt die Deep-Learning-Accelerator-Technologie (DLA) von Micron. Damit erhält Micron die Tools, um Systeme zu entwickeln, die Speicher und Berechnungen enger zusammenführen, was zu höherer Leistung und einem geringeren Energieverbrauch führt.

Bei der Die DLA-Technologie von Micron handelt es sich um eine benutzerfreundliche, programmierbare Plattform, die eine breite Reihe von Frameworks für maschinelles Lernen und neuronale Netze unterstützt und die schnelle Verarbeitung großer Datenmengen über eine benutzerfreundliche Oberfläche ermöglicht.

DLA kann riesige Datenmengen verarbeiten und dann Einblicke liefern, die zu tieferen Erkenntnissen führen. Beispielsweise arbeitet Micron mit Ärzten und Forschern der Oregon Health & Science University zusammen, um auf DLA laufende Convolutional Neural Networks (CNNs) für die Verarbeitung und Analyse von 3D-Elektronenmikroskopiebildern zu verwenden. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, neue Erkenntnisse für die Krebsbehandlung zu gewinnen. Micron kooperiert auch mit Physikern führender Kernforschungsorganisationen, die mit DLA-basierten CNNs experimentieren, um die Ergebnisse von Kollisionen von Hochenergiepartikeln nahezu in Echtzeit zu klassifizieren und seltene Partikelwechselwirkungen zu erkennen, von denen angenommen wird, dass sie in der Natur auftreten.