Synopsys Keine neuen Tools für Huawei

Die US-Politik gegenüber Huawei ist schwankend: Der Lieferbann wurde zum Teil und auf Zeit eingeschränkt.
Mit Synopsys will jetzt auch eine amerikanische EDA-Firma Huawei nicht mehr mit neuen Tools und Updates versorgen.

Synopsys wird Huawei nicht mehr mit neuen Tools und Software-Updates beliefern. Ohne die Design-Tools der EDA-Firma dürfte es schwer werden, ICs zu entwerfen.

Das trifft die Huawei-Chip-Tochter HiSilicon, die eigene Chips entwirft und vor allem Huawei damit beliefert. Wie Cadence sich verhält, die zweite große EDA-Firma aus den USA, ist derzeit noch unbekannt. Es ist aber wahrscheinlich, dass sie ähnlich regiert wie Synopsys.

Wie Nikkei Asian Review erfahren haben will, seien die Entwicklungen an den Smartphone-Prozessoren Kirin 985 und Kiron 990 sowie den 5G-Modem-Chips vom Typ Balong 5000 weitgehend abgeschlossen. Ob HiSilicon die folgenden Chip-Generationen ohne die Tools amerikanischer EDA-Firmen entwerfen könne, sei fraglich.

Mentor Graphics – ebenfalls eine US-Firma, die Siemens 2017 gekauft hatte – und die chinesische Empyrean Software könnten die Lücken nicht vollständig füllen.