IC Insights Intel, Samsung und TSMC investieren kräftig

Top 3 Capex Spenders 2009-2012F
Top 3 Capex Spenders 2009-2012F

Laut IC Insights hat Intel für dieses Jahr 12,5 Mrd. Dollar an Kapitalinvestitionen budgetiert, bei Samsung sind es 12,2 Mrd. Dollar – beide mehr als doppelt so viel wie TSMC in diesem Jahr. Damit entfallen auf diese drei Unternehmen mehr als die Hälfte der Capex-Ausgaben, die die Halbleiterindustrie in diesem Jahr geplant hat.

Laut IC Insights haben die drei Unternehmen seit 2009 kontinuierlich ihre Kapitalausgaben erhöht und zwar deutlich. So hat TSMC 2010 seine Investitionen gegenüber 2009 verdoppelt, Samsung sogar verdreifacht. 2011 wiederum hatte Intel seine Investitionen gegenüber 2010 verdoppelt. Zusammengenommen wollen die drei Unternehmen in diesem Jahr 30,7 Mrd. Dollar investierten, fast dreimal so viel wie 2009.

IC Insights geht davon aus, dass Samsung seine Investitionen in diesem Jahr vor allem in den Ausbau seiner Kapazitäten für Logik-ICs stecken wird, konkret ist von 6,5 Mrd. Dollar die Rede. Das Marktforschungsunternehmen führt diese Investitionen darauf zurück, dass Samsung viel Geld als Foundry-Partner für Apple verdient und dieses Geschäft natürlich auch nicht verlieren will. Daneben wolle das Unternehmen aber auch sein Geschäft mit den eigenen Applikations-Prozessoren pushen, denn die Nachfrage nach Smartphones, Tablets und anderen mobilen beziehungsweise Media-Geräten wächst. Die restlichen 5,7 Mrd. Dollar sollen der Fertigung von Speicher-ICs dienen, IC Insights glaubt, dass ein guter Teil dessen in die Kapazitätserhöhung für NAND-Flash-Speicher wandert.

Intel hat im letzten Jahr 10,8 Mrd. Dollar investiert, in diesem Jahr sollen es weitere 12,5 Mrd. Dollar sein. Viel Geld, aber mit Blick auf den Intel-Umsatz eine wohl durchaus gerechtfertigte Summe. Aus der Sicht von IC Insights haben die drei Unternehmen mittlerweile in ihren speziellen Bereichen Positionen besetzt, die für die konkurrierenden Halbleiterhersteller nicht mehr zu erreichen sind. Die Unterschiede seien mittlerweile so groß, dass es für die jeweiligen Wettbewerber immer schwieriger, wenn nicht unmöglich wird, überhaupt konkurrenzfähig zu bleiben, was schlussendlich dazu führen soll, dass die schwächeren Supplier aus dem Markt gedrängt werden.