ISSCC 2012 Intel gibt weitere Einblicke in »Ivy Bridge«

Intel nutzt jedes Jahr die ISSCC, um seine neuesten Prozessoren zu präsentieren. In diesem Jahr lüftete Scott Siers, Principal Engineer in der Intel Architecture Group, zumindest ein wenig den Vorhang über den Ivy Bridge-Prozessor.

Ivy Bridge ist der erste Prozessor, der mithilfe einer 22-nm-Technologie und auf Basis von FinFets gefertigt wird. Der Prozessor ist mit vier IA-Cores ausgestattet. Dazu kommt noch eine auf Leistungsaufnahme und hohe Rechenleistung optimierte GPU, Speicher, PCIe und Display-Controller. Zusammen ergibt das zirka 1,4 Mrd. Transistoren, zumindest bei dem leistungsfähigsten Prozessor der Ivy Bridge Generation.

Laut Siers ist es Intel mit einigen Tricks gelungen, im neuen Design sowohl die Leistungsfähigkeit zu verbessern und dennoch die Leistungsaufnahme zu senken. So konnte dank des neuen Prozesses die Transistordichte um den Faktor 2 erhöht werden, während gleichzeitig die Temperaturspannung Ut deutlich abgesenkt wurde. So dass mit einer um 200 mV reduzierten Betriebsspannung fast die gleiche Geschwindigkeit erreicht wird wie die Vorgängerversion. Anders herum betrachtet, heißt das aber auch, dass der Prozessor um rund 37 Prozent schneller bei gleicher Betriebsspannung laufen kann.

Der Prozess setzt auf drei verschiedenen Transistortypen auf, die entweder auf schnell, auf mittelschnell und auf langsamer getrimmt sind. Je nach Geschwindigkeit fällt dementsprechend der Leckstrom der Transistoren aus. In Hochfrequenzbereichen hat Intel 30 Prozent schnelle und 70 Prozent mittelschnelle Transistoren implementiert, während in den Low-Speed-Bereichen rund 25 Prozent der mittelschnellen und 75 Prozent der langsameren Transistoren die Arbeit übernehmen. Intel hat in seinem Ivy-Bridge-Prozessor die DDR3-Geschwindigkeit von 1333 auf 1600 MHz mit bis zu zwei DIMMs pro Kanal erhöht.