5G-Vernetzung kein Problem Intel braucht Qualcomm nicht

Brian Krzanich, CEO von Intel: »Wir haben alle Produkte, die zum Aufbau der durchgängigen Vernetzung erforderlich sind und wir wandeln uns zum datenzentrierten Unternehmen.«
Brian Krzanich, CEO von Intel: »Wir haben alle Produkte, die zum Aufbau der durchgängigen Vernetzung erforderlich sind, und wir wandeln uns zum datenzentrierten Unternehmen.«

Brian Krzanich hat Gerüchte dementiert, Intel wolle Qualcomm kaufen. Was für die Vernetzung und IoT erforderlich sei, befinde sich im Haus.

»Wir haben alle Produkte, die zum Aufbau der durchgängigen Vernetzung – auch auf Basis des sich neue herausbildenden 5G-Standards – erforderlich sind«, sagte Brian Krzanich,CEO von Intel, in einem Interview mit CNBC. Deshalb sei Intel an einer Übernahme von Quacomm nicht interessiert, es gelte erst einmal die anstehenden Hausaufgaben zu machen. Er sieht die Hauptaufgabe jetzt erst einmal darin, die beiden größten Zukäufe in der Firmengeschichte – Altera und Mobileye – zu verdauen.

Tatsächlich ist Intel ja nicht gerade dafür bekannt, übernommene Firmen und deren Geschäfte immer optimal in das eigenen Unternehmen integriert zu haben. Aber gemessen an Altera und Mobileye war etwa die Übernahme der Wireless Solutions von Infineon 2010 eher unerheblich und ist schon lange her.

Krzanich erweckte jedenfalls in dem Interview den Eindruck, mit den neuen Übernahmen nun unbedingt auf dem richtigen Weg sein zu wollen. Das wär auch bitter nötig, denn sie müssten erheblich zum Wandel beitragen, den Intel auf dem Weg zu einer datenzentrierten Firma gehe: Alteras FPGAs und das IoT werde die Art und Weise ändern, wie Intel Geld verdiene.

Die gute Nachricht: Das Unternehmen generiere bereits fast 50 Prozent des Umsatzes und mehr als 50 Prozent des Gewinns mit diesen neuen Geschäften. Das hätte die Wall Street schon bemerkt, die Intel-Aktien hätten an Attraktivität gewonnen, weshalb der Kurs gestiegen sei.