3. Quartal am oberen Ende der Prognose Infineon weiter auf Erfolgskurs

Dr. Reinhard Ploss, CEO Infineon: »Der Bedarf nach hochwertigeren, integrierten Systemen steigt weiter. Deshalb investieren wir – insbesondere in den Bau einer neuen 300-mm-Dünnwafer-Fab in Villach.«

Der Bedarf an Chips ist in den Zielmärkten von Infineon nach wie vor hoch, jetzt hilft sogar noch der Dollarkurs.

Im dritten Quartal erzielte Infineon einen Umsatz von 1,94 Mrd. Euro und ein Segmentergebnis von 356 Mio. Euro. Die Marge liegt bei 18,3 Prozent. Die Zeichen stehen weiter auf Wachstum: Eine Umsatzsteigerung von rund 3 Prozent sei für das vierte Quartal zu erwarten, was dann zu einem Jahresumsatz führe, der um 6,4 bis 7,4 Prozent über dem von 2017 läge und zu einer Segmentergebnismarge von 17,5 Prozent.

»Der nun wieder stärkere Dollar gibt uns zusätzlichen Rückenwind«, freut sich Dr. Reinhard Ploss, Vorsitzender des Vorstands von Infineon. »Das Automobilgeschäft läuft gut. Insbesondere der Markt für Elektromobilität bleibt ein Wachstumstreiber.«

Stark entwickelten sich außerdem Antriebe für Industriemaschinen sowie für Haushalts- und Heimwerkergeräte, die zunehmend batteriebetrieben sind. Der Bedarf nach hochwertigeren, integrierten Systemen werde weiter steigen. »Darauf stellen wir uns als verlässlicher Partner unserer Kunden ein und investieren – insbesondere in den Bau einer neuen 300-Millimeter-Dünnwafer-Fabrik für Leistungshalbleiter am Standort Villach«, so Ploss.

Die Segmentergebnisse

Der Umsatz im Segment Automotive (ATV) stieg um 3 Prozent auf 836 Mio. Euro, vor allem wegen der höheren Nachfrage aus dem Bereich elektrische Antriebe. Im Segment Industrial Power Control (IPC) konnte Infineon einen Anstieg von 10 Prozent auf 349 Mio. Euro verzeichnen. Um 7 Prozent stieg der Umsatz des Segments Power Management &Multimarket (PMM) auf 580 Mio. Euro. Die Nachfrage kam hier aus vielen Marktsektoren, darunter Stromversorgungen für Server, Heimwerkergeräte, eScooter und integrierte Systeme für mobile Endgeräte.
Chipcard & Security verbesserte sich auf einen Umsatz von 164 Mio. Euro. Im zweiten auf 175 Mio. Euro im dritten Quartal.

Hohe Investitionen

Für das Geschäftsjahr 2018 sind Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte einschließlich aktivierter Entwicklungskosten in Höhe von etwa 1,2 Milliarden Euro geplant. Das Verhältnis von Investitionen zum Mittelpunkt der prognostizierten Umsatzspanne für das Geschäftsjahr 2018 sollte bei etwa 16 Prozent liegen. Ursache hierfür sind hohe Investitionen in zusätzliche Fertigungskapazitäten, insbesondere auch für Produkte im Bereich Elektromobilität. Die Abschreibungen werden voraussichtlich etwa 850 Millionen Euro betragen.