Wachstum von über 6 Prozent In Deutschland legt die Konsumelektronik zu

Laut den neusten Daten der gfu (Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik) erzielte die Konsumelektronik-Branche in Deutschland im ersten Halbjahr 2012 mit 13,2 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Wachstum von 6,1 Prozent.

Die klassische Unterhaltungselektronik wuchs um 4,9 Prozent und der Produktbereich der privat genutzten Telekommunikation um 17 Prozent. Einzig mit privat genutzten IT-Produkten wurde 1,5 Prozent weniger umgesetzt.

Dass die Unterhaltungselektronik so gut zulegen konnte, lag natürlich an sportlichen Großereignissen wie der Fußball-Europameisterschaft und den Olympischen Spiele. Hieraus ergaben sich besonders hohe Impulse im Geschäft mit Fernsehgeräten. So wurden im ersten Halbjahr 2012 mit 3,1 Mrd. Euro 13,8 Prozent mehr Umsatz erzielt als im ersten Halbjahr 2011. Der Zuwachs bei den Stückzahlen beträgt 14,1 Prozent auf 4,986 Mio. Stück. Der Trend zu hochwertigen TV-Geräten und großen Bilddiagonalen hat sich weiter fortgesetzt. Rund 55 Prozent der im ersten Halbjahr verkauften TV-Geräte haben einen Internet-Anschluss, alle verkauften Geräte sind HD-tauglich und rund 34 Prozent der verkauften Geräte sind für 3D-Wiedergabe ausgestattet.

Zuwächse gab es in der ersten Jahreshälfte auch bei den Set-Top-Boxen aufgrund der Abschaltung der analogen Satelliten-Übertragung am 30. April 2012. 4,5 Mio. Stück (+ 91,1 Prozent) stehen für einen Umsatz von 382 Mio. Euro (+ 51,8 Prozent). Umsatzrückgänge gab es in den Bereichen digitale Kameras (- 1,2 Prozent), Camcorder (- 20,4 Prozent), Personal Audio (- 7,9 Prozent) und Videogames (- 10,9 Prozent). Dagegen verzeichneten die Bereiche Home Audio (+ 4,0 Prozent) und Zubehör (+ 26,2 Prozent) Zuwächse.

Im Produktsegment der privat genutzten Telekommunikation sind die universellen Smartphones weiter der Renner. Mehr als 8 Mio. Stück (+ 31,3 Prozent) sorgten für einen Umsatz von knapp 2,9 Mrd. Euro (+ 31,3 Prozent). Klassische Mobiltelefone sind mit 3,6 Mio. Stück (- 31,2 Prozent) und einem Umsatz von 228 Mio. Euro (- 46,5 Prozent) deutlich weniger gefragt.

Wie im ersten Quartal begonnen, setzte sich der Umsatzrückgang in der Kategorie der privat genutzten IT-Produkte fort. Wachstum zeigen nur die Tablet-PCs mit 1,1 Mio. verkauften Stück (+ 167,5 Prozent) und einem Umsatz von 524 Mio. Euro (+ 138,1 Prozent).

Für das Gesamtjahr erwarten die Marktforscher ein Umsatzvolumen von erstmals knapp 29 Mrd. Euro, was einem Wachstum von mehr als 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechend würde. Dazu sollen alle drei Bereiche (Unterhaltungselektronik, privat genutzte TK und IT) mit Zuwächsen beitragen.