Weltweiter IC-Markt IC-Hersteller aus den USA weiter mit Abstand vorne

Die Marktanteile der Firmen mit Hauptsitzen in den USA, Südkorea, Europa, Taiwan und China im vergangenen Jahr.
Die Marktanteile der Firmen mit Hauptsitzen in den USA, Südkorea, Europa, Taiwan und China im vergangenen Jahr.

Der Anteil der US-Hersteller am weltweiten IC-Markt erreichte 2019 rund 55 Prozent. Europa liegt knapp vor Taiwan und Japan.

Nach den neusten Zahlen von IC Insights beträgt der Marktanteil der IC-Hersteller aus den USA  mit eigener Fab (Integrated Device Manufacturers, kurz IDMs) 51 Prozent, die Halbleiterhersteller ohne eigene Fab kommen sogar auf 65 Prozent Marktanteil, was dann insgesamt zu einem Weltmarktanteil von 55 Prozent führt. Nur unter den US-Unternehmen ist der Anteil der IDMs und der fabless Unternehmen einigermaßen ausgeglichen. In den übrigen Regionen dominieren entweder die IDMs oder die fabless Unternehmen.

Auf dem zweiten Platz folgen die Halbleiterhersteller aus Südkorea mit einem Anteil von 21 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr ist dieser Anteil um 6 Prozentpunkte zurückgegangen, was der Entwicklung auf dem Markt für Speicher-ICs zuzuschreiben ist. Fabless-Unternehmen fallen hier nicht ins Gewicht.

An dritter Stelle landen mit einem Anteil von 7 Prozent die europäischen Unternehmen. Auch hier fällt auf, dass die fabless Unternehmen nur 2 Prozent zum Marktanteil von insgesamt 7 Prozent beitragen.

Umgekehrt sieht es auf Platz vier aus: Unter den Herstellern aus Taiwan sind die fabless Firmen mit einem Weltmarktanteil von 17 Prozent besonders stark. Insgesamt kommt Taiwan auf einen Anteil von 6 Prozent, denn hier spielen die IDMs kaum eine Rolle.

Gerade umgekehrt stellt sich die Situation unter den chinesischen Herstellern dar. Dass sie auf einen Anteil von 5 Prozent kommen, ist dort den fabless Unternehmen zu verdanken, die mit 15 Prozent knapp hinter Taiwan liegen. Dagegen kommt der Anteil der IDMs in China noch nicht einmal auf 1 Prozent.

Interessant ist auch, wie sich die Umsätze in den verschiedenen Weltregionen entwickelt haben. Wegen des Preiseinbruchs in den DRAM- und NAND-IC-Märkten brach der Umsatz der Firmen mit Hauptsitz in Südkorea mit minus 32 Prozent besonders stark ein. Dafür waren sie 2018 um den Rekordwert von 26 Prozent gestiegen. Im Durchschnitt musste der IC-Markt 2019 einen Umsatzverlust von 15 Prozent hinnehmen. Wachsen konnten nur die Firmen mit Hauptsitz in China: Sie machten immerhin einen Sprung um 10 Prozent nach vorne.