Winbond/Atlantik Elektronik HyperRAM-Speicher für IoT-Edge-Geräte

Die HyperRAMs von Winbond/Atlantik kommunizieren über die HyperBus-Schnittstelle und sind in BGAs mit 24 Anschlüssen, in BGAs mit 49 Anschlüssen  und als Bare Die (also ungehäust) lieferbar.
Die HyperRAMs von Winbond/Atlantik kommunizieren über die HyperBus-Schnittstelle und sind in BGAs mit 24 Anschlüssen, in BGAs mit 49 Anschlüssen und als Bare Die (also ungehäust) lieferbar.

Mit den neuen HyperRAMs von Winbond steht eine leistungssparende Alternative zu SPI-NOR-Flash-Speichern in IoT-Edge-Geräten zur Verfügung.

Denn die HyperRAM-Speicher von Winbond Electronics (Vertrieb: Atlantik Elektronik) erreichen hohe Kapazitäten bis 1 Gb und Datenraten bis 83 MB/s bei niedriger Leistungsaufnahme. Außerdem zeichnen sie sich durch eine geringe Zahl von Anschlüssen und einfache Steuerung aus, was sie für den Einsatz in IoT-Edge-Geräten im Allgemeinen und besonders für Displays und Kombi-Instrumente in Autos geeignet macht.

Die HyperRAMs, die über die HyperBus-Schnittstelle kommunizieren, sind in BGAs mit 24 Anschlüssen (Automotive Grade, 6 mm x 8 mm), in BGAs mit 49 Anschlüssen (4 mm x 4 mm) und als Bare Die (also ungehäust) lieferbar.  

Ein Beispiel sind die 64-Mb-HyperRAMs, deren Leistungsaufnahme im Standby 90 µW bei 1,8 V beträgt. Zum Vergleich: Ein SDRAM mit gleicher Kapazität nimmt um die 2000 µW bei 3,3 V auf. Im Hybrid-Sleep-Modus sinkt die Leistungsaufnahme des 64-Mb-HyperRAMs auf 45 µW bei 1,8 V. Das ist sehr viel weniger als ein SDRAM im Standby-Modus benötigt. Falls ein Low-Power-SDRAM zum Einsatz kommt, nimmt es immer noch mehr Platz auf der Leiterplatte ein als ein HyperRAM.

Weil das HyperRAM nur 13 Signalanschlüsse hat, vereinfacht sich auch das Design der Leiterplatte. Bei der Entwicklung der Endprodukte stehen also mehr Anschlüsse der MCU für andere Zwecke zur Verfügung oder es kann eine preiswertere MCU mit weniger Anschlüssen eingesetzt werden.  

Die einfachere Steuerschnittstelle ist ein weiteres Merkmal von Winbonds HyperRAMs. Denn die HyperRAMs basieren auf der Pseudo-SRAM-Architektur und sorgen damit für den eigenen Refresh. Zudem können sie automatisch in den Standby-Modus zurückkehren. Deshalb eignen sie sich gut für den Einsatz als Systemspeicher. Darüber hinaus vereinfacht sich auch die Entwicklung der Firmware und der Treiber.  

32-Mb-HyperRAMs sind bereits in Serienproduktion und die 64- sowie 128-Mb-HyperRAMs werden voraussichtlich im ersten Quartal 2020 in Serienproduktion gehen und dann auch über Atlantik Elektronik zur Verfügung stehen