Maxim auf der embedded world 2012 Hohe Integration, einfaches Design

Amedeo Turi, Maxim: »Das Ziel besteht darin, den Entwicklern von Embedded-Systemen das Leben einfacher zu machen.«
Amedeo Turi, Maxim: »Das Ziel besteht darin, den Entwicklern von Embedded-Systemen das Leben einfacher zu machen.«

Hohe Integration, einfaches Design – das ist der gemeinsame Nenner der neuen Produkte, die Maxim auf der embedded world vorstellt. Das Spektrum reicht von einem 18-Bit-DAC mit integriertem Ausgangsverstärker über einen 14-Bit-DAC mit 2,3 GSPS bis zu einem SoC für die Motor-Diagnose.

»Das Ziel besteht darin, den Entwicklern von Embedded-Systemen das Leben einfacher zu machen«, sagt Amedeo Turi, Technology Marketing Manager, EMEA von Maxim. So erspart es der hohe Integrationsgrad des 18-Bit-DAC vom Typ MAX5318 durch seine integrierten Referenz- und Ausgangspufferverstärker dem Entwickler, externe Komponenten auf die Leiterplatte zu setzen: lediglich eine externe Referenzspannung ist zusätzlich erforderlich. Der INL-Wert über alle Codes und die Temperatur gibt Maxim mit ±2 LSB an, die Settling-Zeit mit 3 µs. Der Baustein sitzt in einem TQFN24-Gehäuse, das eine Fläche von 4 mm x 5 mm einnimmt.

Auf eine Wandelrate von 2,3 GSPS kommt der 14-Bit-DAC MAX5879, der von einem FPGA oder  ASIC aufbereitete HF-Signale in analoge Signale wandelt. Dank seiner hohen analogen Bandbreite (2 GHz) eignet er sich beispielsweise für die Erzeugung von Ausgangssignalen in Basisstationen (z.B. UMTS-Signalen) oder von ZF-Signalen in Mikrowellensystemen. Außerdem lässt er sich nicht nur im Basisband, sondern auch in höheren Nyquist-Zonen betreiben. »Der Wandler erlaubt neue Anwendungen, so lassen sich in einigen HF-Anwendungen (wie z.B. Kabelkopfstellen) Schaltungen ohne Mischer und Up-Converter aufbauen, was das Design insgesamt vereinfacht«, erklärt Amedeo Turi.

Durch seine kleine Bauform zeichnet sich der I/O-Link-Transceiver MAX14820 aus, dessen WLP-Gehäuse nur 2,5 x 2,5 mm groß ist. Geringer Platzbedarf  ist in Sensoren von Vorteil, in die mehr und mehr Elektronik wandert, um sie intelligenter zu machen. Der MAX14820 kann kapazitive Lasten bis 1 µF treiben, was in allen industriellen Anwendungen von Vorteil ist. Auf den neuen ICs, zu denen auch der MAX14821 und der Master MAX14824 gehören, hat Maxim außerdem Diagnosefunktionen wie Übertemperatur, Unterspannung, Überstrom und Verpolschutz integriert.

Zum Bereich der Energy-Management- und Green-Power-Produkte zählt Maxim den Powerline-Communication-Chipsatz MAX2992/91, der auf Basis von OFDM arbeitet und zu G3-PLC kompatibel ist. Er ist für das Frequenzband von 16 kHz bis 490 kHz ausgelegt und erreicht eine Datenrate von 300 kBit/s. Bei Störungen wechseln die Chips die Tonträger. Dies und die Fehlerkorrekturen nach Reed-Solomon und Viterbi ermöglichen eine sehr robuste Kommunikation. In einer Live-Demo zeigt Maxim, wie sich über die PLC-Kommunikation High-Brightness-LEDs ansteuern lassen.

Ebenfalls durch eine sehr hohe Integration zeichnet sich der System-on-Chip-Baustein 78M6631 aus, auf dem unter anderem ein MPU-Kern und ein Flash-Speicher integriert sind. Das IC misst mit einer Genauigkeit von 0,5 Prozent Strom, Spannung (nach Kalibrierung) sowie Wirk-, Schein- und Blindleistung in Asynchronmotoren. So zeigt er den Anwendern, dass Störungen vorliegen oder dass der Motor Verschleißerscheinungen aufweist, die zum baldigen Ausfall führen könnten.

Schließlich hat Maxim einen H-Brücken-Treiber für galvanisch getrennte Stromversorgungen entwickelt, der in einem TQFN-Gehäuse mit einer Fläche von 3 mm x 3 mm sitzt und bei einer Eingangsspannung zwischen 8 und 36 V am Ausgang eine Leistung von 10 W zur Verfügung stellt. Auf den kleinen ICs hat Maxim zusätzlich Diagnosefunktionen wie Übertemperatur und Überstrom integriert.