Marktforschung Halbleitermarkt zunehmend kraftlos

Die Marktforscher von IHS iSuppli gehen mittlerweile davon aus, dass der weltweite Halbleiterumsatz in diesem Jahr mehr oder minder auf Vorjahresniveau verharren wird. Die bislang noch prognostizierten 3 Prozent Wachstum hält das Marktforschungsunternehmen nicht mehr für möglich.

Die Halbleiterhersteller sind es gewohnt, dass der Umsatz im ersten Quartal eines Jahres typischerweise schwach ausfällt. Dass das dieses Jahr mit -3,6 Prozent gegenüber dem 4. Quartal 2011 der Fall war, musste also nicht beunruhigen. Dass Dale Ford, Senior Director bei IHS, jetzt das Gesamtjahr in Gefahr sieht, liegt am schwachen zweiten Quartal: Laut Ford ist der Umsatz sequentiell lediglich um 3 Prozent gestiegen. Und auch die Prognose für das dritte Quartal fällt mau aus, denn bislang lassen die Umsatzerwartungen seitens der wichtigen Hersteller auf keinen Wachstumsschub hoffen.

Größte Schwierigkeiten zeichnen sich im PC-Markt und den dazugehörigen Peripheriegeräten ab. Und diese Absatzsegmente reißen den gesamten Halbleitermarkt mit. Ford: »Auch wenn die Einführung von neuen Produkten wie Ultrabooks und andere ultradünne PCs im zweiten Halbjahr dem PC-Markt den benötigten Schub verleihen könnten, drücken die Sorgen um die wirtschaftliche Entwicklung den gesamten PC-Markt, so dass die Investitionsbereitschaft in diesem Jahr sowohl im privaten Sektor als auch in den Unternehmen begrenzt ist.«

Für nächstes Jahr sieht Ford allerdings wieder Grund zu optimistischeren Prognosen. So erwartet er, dass der weltweite Halbleitermarkt im nächsten Jahr um mehr als 9 Prozent wachsen wird, vorausgesetzt allerdings, dass die derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wieder besser ausfallen.